DVG will "Null Toleranz" auf der Straßenbahn-Linie 901 zeigen
20.04.2011 | 18:21 Uhr 2011-04-20T18:21:00+0200
Duisburg/Mülheim. Mit einem "Null Toleranz" Konzept will die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) ab sofort gegen Gewalt, Vandalismus und Respektlosigkeit in den Straßenbahnen vorgehen. 30 zusätzliche Sicherheitskräfte sind seit Samstag im Einsatz.
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) will ab sofort auch auf der Straßenbahnlinie 901 (Mülheim Hbf. – Obermarxloh) konsequenter als bisher gegen Gewalt, Vandalismus und Respektlosigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihren Fahrzeugen vorgehen. „Null Toleranz“ heißt das Konzept, das in Fahrzeugen von zusätzlichen Sicherheitskräften umgesetzt werden soll. Die schwarz gekleideten Kräfte sollen verhindern, dass Mitreisende belästigt, bedroht oder gar angegriffen werden. Sie sollen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten verhindern und ahnden. Laut Klaus Siewior, Vorstandsvorsitzender der DVG, soll damit das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste gestärkt werden.
Wer kennt das nicht? In Bus und Bahn trifft der regelmäßige ÖPNV-Nutzer immer öfter auf Sitznachbarn, die Fenster zerkratzen, Mitreisende anpöbeln , zu laut Musik hören, ihre Füße auf die Sitze legen oder deren Polster bemalen, aufschlitzen und mit Getränken oder Speisen verschmutzen.
Fahrgäste ermutigen nicht wegzuschauen
Bislang setzte die DVG darauf, andere Fahrgäste zu ermutigen, nicht wegzuschauen. „Damit ist es aber nicht getan. Wir müssen selbst handeln“, so Siewior. Soll heißen: Ein 30 Kräfte zählendes Team des Sicherheitsdienstes greift seit Samstag ein. Die Teamgröße reicht zwar nicht aus, um stets in allen Fahrzeugen Präsenz zeigen zu können. „Jeder Fahrgast muss aber auf jeder Linie zu jeder Zeit mit den Teams rechnen“, so DVG-Sprecher Torsten Hiermann.
Wichtig ist allen Beteiligten, dass diese Mitarbeiter keinesfalls sofort auf Konfrontation setzen. „Jedem, der unangenehm auffällt, wird zunächst symbolisch die Gelbe Karte gezeigt. Es ist wie auf dem Fußballplatz eine Verwarnung“, stellt Hiermann klar. Sollten sich diese Fahrgäste aber als uneinsichtig oder gewaltbereit zeigen, dürfen die Ordnungskräfte vom Hausrecht Gebrauch machen. Das heißt: Auffällige werden sofort aus den Fahrzeugen verwiesen und der Polizei übergeben.
Die sinkende Hemmschwelle und Gewaltbereitschaft bei ÖPNV-Nutzern erkennt DVG-Chef Siewior als bundesweites Phänomen. Deswegen glauben die DVG-Verantwortlichen, dass andere Verkehrsbetriebe dieses Pilotprojekt genau anschauen werden, sicher auch – über den Via-Verbund – die Kollegen der MVG.
12:58
Ich weiss gar nicht, warum hier alle so negativ auf dieses Projekt reagieren.Ich finde das vorbildlich und fühle mich dadurch wesentlich wohler in der Bahn, überhaupt abends.Selber wurde ich auch schon angepöbelt, weil ich mir erlaubt habe einen Jugendlichen zu bitten seinen MP3-Player etwas leiser zu stellen, da er wirklich brüllend laut war und ich total gestresst von der Arbeit kam, was ich mir daraufhin anhören durfte, möchte ich hier lieber nicht wiedergeben.
Die MVG darf sich gerne eine Scheibe davon abschneiden.
11:45
sorry aber die 901? Das ist die Linie in der ich mich eigentlich am wohlsten fühle, wieso nicht 102 oder 104?!
achja und dieses plakat in der bahn von wegen bleib cool ist echt lächerlich und wurd wahrscheinlich von einem 40-jährigen erstellt der jugendlich wirken wollte
10:40
Noch besser wäre wenn, wie früher, in jeder(m) Straßenbahn/ Bus ein Kontrolleur mitfährt. In Verbindung mit Video-Überwachung könnte das eine wirksame Abschreckung darstellen. Weniger Abschreckend sind die Sicherheitsmitarbeiter im Mülheimer Forum, die ich bisher immer nur rauchend, und sich angeregt unterhaltend angetroffen habe...
18:47
Alles was ich merke, ist daß in Mülheim wie geistesgestört kontrolliert wird. Mittlerweile mit 15-Mann-Anti-Terrorkommandos. Dafür wird die Bahn solange angehalten bis man seinen Anschluß verpaßt.
Ob man seinem Sitznachbarn dabei die Kehle durchschneidet, ist diesen Sheriffs egal, solange man nur seinen Fahrschein dabei hat. Ich hab mehr Angst vor diesen Typen als vor Jugendlichen.