Dünne Personaldecke wird bei Meoline zum Problem
12.02.2010 | 18:00 Uhr 2010-02-12T18:00:00+0100
Mülheim.Der Fahrdienst Meoline sparte Millionen ein. Um rund 30 Prozent ist der Fahreranteil in den letzten zehn Jahren reduziert worden - bei fast gleichem Angebot. Jetzt ist die Personaldecke so dünn, dass jeder Husten ein Problem wird. In diesem Winter warteten Fahrgäste mehrfach vergeblich.
Macht schlank krank? Bei den Verkehrsgesellschaften des soll die über Jahre verschlankte Personaldecke inzwischen so dünn sein, dass, wenn mehrere Fahrer Husten bekommen, ein Wagen ausfallen muss.
In diesem Winter bekamen das Fahrgäste in Mülheim gleich mehrmals zu spüren, standen wartend in der Kälte, was auch nicht gesund ist. Sprecher der Verkehrsgesellschaft bedauerten: Der steigende Kostendruck sei schuld. Die Talsohle, sagt MVG-Sprecher Nils Hoffmann, sei aber nun erreicht. „Wir beginnen sogar wieder damit, für die Schiene Personal neu einzustellen.“
Wachsende Belastung
Wer derzeit fährt, verspürt die wachsende Belastung. Vielleicht, vermutet Axel Hercher, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, sei auch deshalb der Krankenstand hoch. Diesen zu bekämpfen, hält er für entscheidend, auch um das Fahrgastangebot aufrecht zu erhalten. Dabei ist die MVG seit einiger Zeit dabei, in die Gesundheit ihrer Fahrer zu investieren. Fest steht für den Mülheimer Verkehrspolitiker: Einen weiteren Personalabbau darf es im Fahrdienst nicht geben, wenn demnächst die neue Verkehrsgesellschaft namens „Via“ auf Mülheimer, Essener und Duisburger Strecken unterwegs sein wird. Das sei aber auch nicht das Ziel, betonen MVG-Geschäftsführer Klaus-Peter Wandelenus und Christine Behle, Nahverkehrsexpertin bei Verdi. Sparerfolge erhofft sie sich mit „Via“ vor allem oben an der Spitze, wo noch drei Geschäftsführungen mit kompletter Infrastruktur sitzen.
Bislang übernimmt Meoline den Fahrdienst für die Städte Mülheim und Essen: 1000 Fahrer, 400 Fahrzeuge und täglich 400 000 Fahrgäste. Nach sieben Jahren Bestand wird Meoline bald in „Via“ aufgehen. Meoline war eine Erfolgsgeschichte, die erste städteübergreifende dieser Art überhaupt, wie Jochen Hensel, der Geschäftsführer, betont. Rund sechs Millionen Euro konnten zuletzt jährlich eingespart werden, aber eben vor allem dadurch, dass die Personaldecke ausgedünnt wurde. Ältere Fahrer schieden aus, jüngere folgten nicht im gleichen Maße. Über mehr Flexibilität sollte das Minus ausgeglichen werden. Doch nach sieben Jahren sagt selbst Geschäftsführer Hensel: Weniger geht beim Personal nicht.
30 Prozent reduziert
Um rund 30 Prozent ist der Fahreranteil in den vergangenen zehn Jahren reduziert worden, bei nahezu gleichem Dienstleistungsangebot. Eine Meisterleistung des Personals. Mancher spricht davon, dass der Fahrdienst wie eine Zitrone ausgequetscht worden sei. Wirtschaftlich absolut wettbewerbsfähig, nennen das dagegen Controller. „Da sitzt keiner mehr als Reserve rum“, heißt es . Vorbei die Zeiten, als noch bis zu zehn Fahrer quasi auf dem Sprung waren, um eine Lücke schnell schließen zu können.
Mit „Via“, sagt Hoffmann, erweitere man in jeden Fall den Pool an Fahrern – und an Fahrzeugen, denn auch der Fuhrpark ist mittlerweile im Alltagsbetrieb leergefegt. Heißt: Wenn in Mülheim nichts mehr geht, kann vielleicht Duisburg oder Essen mit einem Wagen aushelfen oder umgekehrt.

22:53
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10:31
Das mit den Fahrausfällen liegt nicht am Fahrpersonal sondern an dem Uralten Fahrzeugbestand der MVG.
00:44
Seit wann interessiert sich denn die MVG für ihre Kunden? Mit Anregungen und Kritik können die doch eigentlich gar nicht umgehen!
21:35
Also, das mit Personal einsparen merke ich nicht: Ich bin nämlich in den letzten 6 Monaten so oft kontrolliert worden, wie in den bisherigen 40 Jahren meines restlichen Lebens zusammen. DAFÜR ist offenbar genug Geld da. Um mal eine funktionierende Rolltreppe zu sehen, muß ich allerdings nach Essen, in Mülheimer Bahnhöfen gibts keine mehr.
21:21
Es wurde überall gespart. Leider nur an der falschen Stelle. Bei den Fahrern anstatt mal da oben zu sparen. 3 Geschäftsführer mit super Gehalt 3 mal Aufsichtsrat usw
Klasse weiter so... so gewinnt man Kunden, welche man dringen braucht
16:03
Das war bei dieser Fusion voraus zu sehen.
12:34
Richtig Herr Müllemeyer, spart die MVG ein und alle gehen wieder zu Fuß. Ist auch besser für die Gesundheit und die Nichtstuer und Langschläfer im öD können endlich mal lernen, was Arbeit bedeutet.
Vorsicht: Ironie
10:11
Was nun von hochbezahlten Mitarbeitern der
MVG festgestellt wurde, konnten Schulanfänger der Waldorfschule vor 5 Jahren schon tanzen .
Heute nun ist zu lesen das der Stadtkämmerer Herr Bonan 60 Mil.
sparen will , ich hoffe den größten Teil bei der MVG,so z.B .Geschäftsführer mit Cheffahrer ,seine Stellvertreter, die sowieso keiner
braucht ,den kompl.Betriebsrat ,die nur Jasager sind .
Das wäre die beste Einsparung seit Jahren in Mülheim.
19:23
Mit der mvg ist das so eine sache.
Da gibt es drei u´´s
UNVERSCHÄMT
UNPÜNKTLICH
UNSOZIAL
16:53
Abamalaehrlich,
die paar Kunden sollen sich mal nicht so anstellen. Wenn die Meoline sich eriochtig anstrnegt mit dem Sparen, werden die sicher auch sonst zu Fuß klar kommen.