DRK warnt vor Engpässen bei Blutkonserven

Foto: WP Michael Kleinrensing

Die Grippewelle hat jetzt auch das hiesige Versorgungsgebiet des Roten Kreuzes fest im Griff. Dieser Eindruck verfestigt sich nach Einschätzung des DRK-Blutspendedienstes West, zuständig für die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland, durch die Ergebnisse der Blutspendetermine der vergangenen Tage. Die Zahl der erschienenen Spendewilligen blieb demnach durchschnittlich um 25 Prozent hinter den auf langjährigen Erfahrungen beruhenden Erwartungen der Rotkreuzler zurück. Auch die ehrenamtlich tätigen Helfer der örtlichen DRK-Gemeinschaften würden von den Grippeauswirkungen nicht verschont. Täglich werden in den drei Bundesländern etwa 3500 Blutspenden benötigt, um die Versorgung der Patienten in den Kliniken und Arztpraxen ausreichend sichern zu können. Derzeit werde aber nicht einmal diese Anzahl der benötigten Blutspenden erreicht. Sollte sich diese Situation nicht ändern, werde sich das in wenigen Tagen auch in der Klinikversorgung bemerkbar machen, warnt das DRK, insbesondere wenn die Zahl der Erkrankungen weiter ansteige, die Blutspendeausfälle über einen längeren Zeitraum anhalten und die gesunden Menschen nicht an Spendeaktionen teilnehmen würden.

Um mögliche Engpässe von vorneherein auszuschließen, bittet das Deutsche Rote Kreuz alle gesunden Menschen ab 18 Jahren, sich an den Blutspendeaktionen des DRK zu beteiligen. Neuspender dürfen nicht älter als 68 Jahre sein.

Bei grippeähnlichen Symptomen (Schnupfen, Erkältung, Gliederschmerzen, Fieber usw.) darf kein Blut gespendet werden. Nach einer Woche Beschwerdefreiheit – bei Fieber und Antibiotikagabe erst vier Wochen danach – kann wieder eine Blutspende erfolgen. Gelegenheit zur Blutspende haben Mülheimer am Mittwoch, 25. Februar, von 15 bis 19 Uhr, im Altenhof, Althofstraße 9. Weitere Informationen gibt es unter der Nummer 08 001194911 oder
www.blutspendedienst-west.de.