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Dorf Saarn sorgt sich um Nahversorgung

14.11.2012 | 13:00 Uhr
Dorf Saarn sorgt sich um Nahversorgung
Tengelmann ist sein Markt im Saarncenter zu klein. Auch eine bessere Verkehrsanbindung ist gewünscht.Foto: Stephan Glagla

Mülheim. Verliert das Stadtteilzentrum Saarn bald seinen letzten größeren Lebensmittel-Einzelhändler? Sorgen um die fußläufig zu erledigende Nahversorgung machen sich ältere Bürger, auch die Werbegemeinschaft, seitdem bekannt ist, dass Tengelmann im Saarncenter nicht mehr glücklich ist und eine Standortverlagerung ins Auge gefasst hat.

Mietvertrag läuft August 2014 aus

Der Mietvertrag zwischen der SWB als Eigentümerin des Saarncenters an der Düsseldorfer Straße und Tengelmann läuft zum 31. August 2014 aus. Auf 1150 m2 Verkaufsfläche bringt es Tengelmann dort. „Wir hätten gerne 1500 m2“, sagt Unternehmenssprecherin Jutta Tappe. Die Expansionsabteilung des Unternehmens sieht wenig Zukunft im Saarncenter. Eine modernere Filiale soll es sein, mit großzügigerer Warenpräsentation und besserer Verkehrsanbindung; sprich: Tengelmann möchte besser sichtbar sein von der Straße aus, auch die derzeitige Parkplatzsituation wird bemängelt.

Tengelmann denkt intensiv über eine Standortverlagerung nach. Tappe bestätigte, dass das Unternehmen über den Kauf von Grundstücken ein paar hundert Meter weiter Richtung Aldi-Europazentrale verhandelt. „Quasi um die Ecke“ sei das ja nur, beteuert Tappe, dass man keineswegs vorhabe, Saarn den Rücken zu kehren. Aber es wäre doch eine Verlagerung, die den verkehrsberuhigten Bereich der Düsseldorfer um seinen letzten größeren Supermarkt brächte. Vier Grundstücke gegenüber der alten Lederfabrik Möhlenbeck soll Tengelmann im Auge haben, um sie im Paket zu entwickeln, darunter ein Grundstück, auf dem zurzeit Gebrauchtwagen gehandelt werden.

Grundstücke sind gegen Ansiedlung von Einzelhandel geschützt

Ob daraus was wird, muss derzeit allerdings als völlig offen gelten. Die Grundstücke liegen außerhalb des von der Stadt eingegrenzten Stadtteilzentrums und sind deshalb per Festsetzungen im Bebauungsplan gegen eine weitere Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel geschützt. Die Stadt hatte es einst versäumt, zum Schutz der Einkaufsmeile im Dorf Saarn rechtzeitig andere Ansiedlungen in der Peripherie zu verhindern (Aldi, Lidl, zwei Getränkemärkte). Tengelmann muss für die Verwirklichung seines Ziels auf die Stadtpolitik setzen. Sie müsste den Bebauungsplan und den „Masterplan Zentren und Einzelhandel“ entsprechend aufweichen.

Zumindest der Masterplan wird schon bald Thema auf der politischen Agenda sein. Ihn gilt es laut Planungsamtsleiter Martin Harter zu aktualisieren. Dabei macht Harter klar, dass sein Amt für Saarn keine Erweiterung des Stadtteilzentrums über das Saarncenter hinaus wünscht. Der Einkaufsbereich für Saarn würde dadurch zu groß, eine Zentren-Ausweitung würde das Ziel einer fußläufigen Nahversorgung konterkarieren. Man wolle keinen „reinen Kofferraum-Einkauf“.

Kommentare
15.11.2012
11:06
Dorf Saarn sorgt sich um Nahversorgung
von silver_surfer | #7

Naja, ob die neue Filiale an dem angesprochenen Standort eine bessere Verkehrsanbindung hat bezweifel ich mal. An Samstagen kommt es vor der Aldi...
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1 Antwort
Dorf Saarn sorgt sich um Nahversorgung
von mh_saarn_80 | #7-1

Stimmt haben sie eigentlich recht, den Lohndumpingprozess hatte ich vergessen.

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2012-11-14 13:00
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