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Thema der Woche: Termine, Termine

Doppelte Buchführung

21.09.2009 | 06:00 Uhr

Andrea Hankeln, Geschäftsführerin des Centrums für bürgerschaftliches Engagement, empfindet „sehr oft” Zeitdruck. Für private Termine bleibt da nur wenig Platz.

Der heutige Montag bringt Andrea Hankeln einen übersichtlichen, aber ausgedehnten Arbeitstag. Ihr Kalenderblatt für den 21. September 2009 weist nur einen einzigen dienstlichen Termin aus. Dieser reicht allerdings von neun bis 19 Uhr.

Die Geschäftsführerin des Centrums für Bürgerschaftliches Engagement (CBE) nimmt an einer Konferenz in Frankfurt teil. Hinzu kommt also morgens die Hin- und abends die Rückfahrt mit dem Zug, doch diese Zeiten hat sie im Kopf.

Man kann das CBE schlicht als Freiwilligenagentur verstehen und bezeichnen. Es funktioniert über Kontakte, Projekte, Vernetzung, und viele Fäden laufen im kleinen Büro der Geschäftsführerin zusammen. Weil sonst ein Überblick unmöglich wäre, werden die Terminkalender des zehnköpfigen Teams elektronisch geführt und verknüpft, per Outlook. Jeder trägt ein, denn „ein Sekretariat in diesem Sinne haben wir gar nicht”.

Thema der Woche Terminkalender Andrea Hankeln Geschäftsführerin CBE Foto: Roy Glisson Waz FotoPool

Andrea Hankeln fixiert ihre Termine aber auf zweierlei Weise: mit Hilfe des PCs und per Kugelschreiber in einer Din A4-formatigen Kladde. Für diese doppelte Buchführung liefert sie auch zwei Begründungen. „Ich bin altmodisch”, lautet die eine, „und brauche immer noch etwas Hardware.” Hinzu kommt ein praktischer Grund: Zwischen die Buchseiten kann sie schriftliche Einladungen schieben oder sonstige Papiere zum Mitnehmen. In den Computer natürlich nicht.

Zwei wöchentliche Fixpunkte stehen in ihrem Kalender: Rücksprachen mit Kollegen finden montags und freitags statt, jeweils um 9.30 Uhr. Hinzu kommen die Teamsitzungen, einmal im Monat. Fenster für Pausen gibt es keine, „die nehme ich mir meistens auch nicht”.

Jeder gewöhnliche Werktag beginnt für Andrea Hankeln mit einer privaten Verpflichtung, die ebenfalls nicht schriftlich festgehalten ist: Sie sorgt dafür, dass ihre achtjährige Tochter Lara gegen 7.45 Uhr frisch und fertig das Haus verlässt, damit sie pünktlich zur Schule kommt. Dann macht sich Andrea Hankeln, die in Düsseldorf lebt, mit dem Auto auf nach Mülheim.

Dort erwarten sie durchschnittlich drei bis vier Termine pro Tag, doch sie hat sich vorgenommen, diese Zahl zu reduzieren. „Man kommt nicht mehr zu anderen Sachen und hat immer das Gefühl, etwas bleibt liegen.” Stress, der durch Zeitdruck verursacht ist, empfindet sie nach eigener Aussage „ sehr oft”. Besonders an den Tagen, einer oder zwei pro Woche, an denen sie ihre Tochter aus dem Hort abholt, wo sie pünktlich sein muss. Bis spätestens 16.30 Uhr.

Für regelmäßige private Termine ist in Andrea Hankelns Kalender kein Platz. „Sport oder Stammtisch mit Freun-dinnen wäre schön, aber geht halt nicht.” Zumal dienstliche Verpflichtungen oft die Wochenenden berühren. Auch für die Herbstferien steht etwas auf dem Plan: ein einziger, ausgedehnter Termin, aber den kann Andrea Hankeln kaum erwarten: zwei Wochen Urlaub in Kalifornien.

Annette Lehmann



Kommentare
22.09.2009
10:13
Doppelte Buchführung
von baumjohann | #1

über so einen mist berichten sie? eine braungebrannte wohlbetuchte dame hat vier termine am tag und fühlt sich überlastet? ist das ihr ernst?

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