Doppelt hält länger
04.09.2008 | 11:11 Uhr 2008-09-04T11:11:00+0200Das Mülheimer Büromuseum – aufgrund seiner Lage im 10. Stock des Rathausturms ist es herausgehoben. Künstlerische Highlights vermutet man allerdings eher woanders. In der langen Museumsnacht am 13. September beginnt hier jedoch eine Ausstellung, die dem Erfinder der modernen Fotokopie gewidmet ist
Chester F. Carlson war ein amerikanischer Patentanwalt und Hobby-Erfinder, dem – wie berichtet wird – am 22. Oktober 1938, im Hinterzimmer eines New Yorker Schönheitssalons, die erste elektrofotografische Kopie der Welt glückte. Auf einem nur fünf mal sieben Zentimeter großen Papier. In den Folgejahren hatte Carlson allerdings schwer zu kämpfen, seine Idee bei Firmen durch- und technisch umzusetzen. Die zugehörige kleine Ausstellung, die all dies dokumentiert, heißt „CopyCopy – 70 Jahre Xerografie” (Trockenkopie) und läuft vom 13. September bis 23. Oktober im Büromuseum, Friedrich-Ebert-Str. 43. Konzipiert wurde sie von dem Künstler und Autoren Klaus Urbons, selber bekannt für seine „Copy-Art”. Die Schau endet mit einer besonderen Aktion von Urbons: 70 Jahre nach der ersten Trockenkopie will er versuchen, das Verfahren mit den Mitteln des Erfinders zu wiederholen: Bärlappsporen, Schwefel, Zink, Elektrizität. Das Experiment beginnt am 23. Oktober um 15 Uhr.

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