Doppelstreife fehlt es an Personal

Die Stadt begrüßt den von Polizeipräsident Frank Richter im Gespräch mit der NRZ angekündigten Kurs, mit einem verstärkten Dialog zwischen Stadt und Polizei einer immer größer werdende Schere zwischen objektiver und subjektiv gefühlter Sicherheit entgegenzuwirken. „Einen „kurzen Draht zwischen Polizei und Ordnungsamt gibt es bereits seit Jahren. Es ist schön, dass der neue Polizeipräsident ihn intensivieren will“, sagt Bernd Otto, Leiter des Ordnungsamtes. Seit 2006/2007 gehen Mitarbeiter beider Behörden gemeinsam auf Streife – allerdings aufgrund „personeller Probleme“ derzeit nicht in der Häufigkeit, wie es vielleicht wünschenswert wäre. Gut 20 Mitarbeiter sind im Außendienst des Ordnungsamtes beschäftigt. Für sie war es zu Beginn der Doppelstreife wichtig gewesen, dass ein Polizist an ihrer Seite war. Das verschaffte Respekt und „für die Bürger war sichtbar, den kann ich ansprechen“, sagt Bernd Otto.

„Den kann ich ansprechen“

Und deshalb tragen auch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes seit langem Uniform, wenn sie „auf Streife“ sind. Das soll den Bürgern signalisieren, „den kann ich ansprechen.“ Oft ist es heute auch so, „dass wir in Absprache mit der Polizei im Wechsel unterwegs sind,“ erklärt Otto. Unterwegs war und ist die Doppelstreife zumeist in der Innenstadt, wo sich Gruppierungen „krimineller Jugendliche“ trafen oder auch in Eppinghoven, „wo wir mit der Polizei gemeinsam gegen die Rockerproblematik vorgegangen sind“, blickt der Amtsleiter zurück. In den Ortsteilen gebe es diese Probleme „so nicht.“ Deshalb konzentriere man sich auf den Innenstadtbereich, gehe aber natürlich auch in die Stadtteile. Durchaus auch nachts.