Diebe entwenden mobile Schmiede in Mülheim

Die Aufschrift des gestohlenen VW-Busses, der gerade erst wieder mängelfrei über den TÜV gekommen war, müsste eigentlich auffallen. Wer weiß etwas?
Die Aufschrift des gestohlenen VW-Busses, der gerade erst wieder mängelfrei über den TÜV gekommen war, müsste eigentlich auffallen. Wer weiß etwas?
Foto: Häse
Was wir bereits wissen
Der Verlust seines VW-Busses ist für den Mülheimer Hufschmied Hanjo Häse existenzbedrohend. Er hofft auf Aufklärung – via Polizei und Facebook.

Mülheim.. „Herr Bert“ war über Jahre treuer Begleiter und quasi der engste Mitarbeiter von Hufschmied Hanjo Häse. „Herr Bert“ ist kein Herr, sondern ein knallorangfarbener VW-Bus T 3 aus dem Jahre 1990. Mit diesem Wagen – den er so ins Herz geschlossen hatte, dass er ihn einfach taufen musste – transportierte Häse über Jahre seine mobile Schmiede. Nun aber ist der zuverlässige Kollege aus Blech abhanden gekommen. In der Nacht vom 12. auf den 13. Mai wurde er gestohlen, direkt vor Häses Haus an der Hingbergstraße.

„Emotional unbezahlbar“ sei der Verlust, sagt Häse, und existenzbedrohend. Im Wagen, „an dem ich alles selbst gemacht habe“, befand sich wertvolles Werkzeug, ein Amboss samt Ständer, ein Gasofen, um die Eisen vorzuheizen und vieles mehr. Auf rund 8500 Euro beläuft sich der Schaden insgesamt, schätzt Häse.

Suche auch via Facebook

Der 44-jährige Mülheimer hat Anzeige bei der Polizei erstattet und auch via Facebook will er den Dieben auf die Spur kommen. Es gab bereits erste Hinweise, so erfuhr Häse, dass „Herr Bert“ auf der A 73 in Holland unterwegs gewesen sein soll. Im Ausland? Dann sieht’s womöglich schlecht aus für ein Wiedersehen? „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt der Hufschmied, rüstet sich aber zugleich für den schlimmsten Fall: Damit er „spätestens Donnerstag“ wieder arbeiten gehen kann, baut er gerade einen anderen Wagen um. „Es muss ja weitergehen.“

Auch die Polizei sucht nach Zeugen: 0201 829-0.