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Die Popolskis muss man einfach lieb gewinnen

23.11.2009 | 13:24 Uhr
Die Popolskis muss man einfach lieb gewinnen

Mülheim. Die verrückte Familie zeigte im Ringlokschuppen, wie man in Polen tanzt und richtig Wodka trinkt. Und natürlich präsentierten sie wieder zahlreiche Popsongs in der "Originalversion".

Familie Popolski auf der Bühne im Ringlokschuppen. Foto Alexandra Umbach / Waz FotoPool

Sie sind anders, sie haben etwas richtig zu stellen – und sie trinken viel Wodka: Am Samstag standen die „Popolskis” mit ihrem zweiten Programm „From Zabrze with Love” auf den Brettern im Ringlokschuppen. Mit ihrer Mischung aus Kabarett, Comedy und genialer Musik sorgten sie für tolle Stimmung und brachten eine Show auf die Bühne, die die Zuschauer staunen ließ.

So gut wie alle Top-Hits der letzten Jahrzehnte sind geklaut! Die eigentlichen Urheber der Songs sind die Mitglieder einer völlig unbekannten, verarmten Musikerfamilie aus Polen: „Der Familie Popolski”, auch genannt „The Pops”. Ihr Auftrag: Die Originalversionen bekannter Pop-Hits, die allesamt aus der unerschöpflichen Feder des einzigartigen Opa Popolski stammen, unter die Menschen zu bringen. Und das tut die pseudo-polnische Familienband – auf ihre ganz eigene Art: Bekannte Hits aus Pop und Rock werden von ihnen in völlig überraschender Weise interpretiert (beziehungsweise so gespielt, wie sie der geliebte Opa ursprünglich angedacht hatte) und erhalten einen ungeahnten Charakter.

Einblick ins Familienalbum

Familie Popolski auf der Bühne im Ringlokschuppen. Foto Alexandra Umbach / Waz FotoPool

So wird DJ Ötzis („DJ Otzek”) Schlager „Ein Stern” zum einschlägigen Jazz-Song oder Modern Talkings „Cheri Cheri Lady” in einer Hard-Rock-Version auf die Bühne gebracht. Dabei interagieren die Popolskis stets mit dem Publikum. So gewähren sie ihm einen Einblick in das kuriose Familienalbum, zeigen Aufnahmen der Verflossenen von „Cousine Dorota” oder geheime Fotos aus längst vergangenen Zeiten. Die Zuschauer erfahren viel über die Geschichte und die Verhältnisse der Pseudo-Familie, lernen eine Menge über die Ticks ihrer kuriosen Mitglieder. Dazu zeigt die „Familie”, wie man in Polen tanzt, wie man richtig Wodka trinkt und wie man Instrumente auf „Polska-Festigkeit” überprüft.

Nach jeder komischen Kabarett-Einlage der Band überraschen die grandiosen Stimmen und die hochklassigen Interpretationen der Familienmitglieder aufs Neue. Es gelingt ihnen, Comedy und Musik perfekt zu vermischen.

Verrückter Charme

Familie Popolski auf der Bühne im Ringlokschuppen. Foto Alexandra Umbach / Waz FotoPool

Nachdem sich die Familie Popolski 2008 erfolgreich, aber „illegal” in das laufende Programm des WDR „einhackte”, um die Weltöffentlichkeit mit der angeblichen Wahrheit über die eigentlichen Urheber der Popmusik zu verblüffen, folgte eine Tournee in ausverkauften Konzerthallen in ganz Deutschland. Pawel Popolski alias Achim Hagemann, der langjährige musikalische Begleiter Hape Kerkelings, moderiert mit überzeugendem Dialekt durch die Show und enthüllt „die wahren Hintergründe” weltbekannter Songs (so wurde zum Beispiel „Cheri Cheri Lady” eigentlich für die süße Kirschenverkäuferin aus Zabrze geschrieben).

Es ist nicht nur die hochklassige Musik, die die Popolskis ausmacht, sondern auch der verrückte Charme der insgesamt zehn Familienmitglieder. Während des Programms muss man die Familie einfach lieb gewinnen und es fällt fast schwer, die abenteuerlichen Geschichten nicht zu glauben. Die Wodka trinkenden Popolskis sind zweifellos anders als alle Bands – und einfach nur gut.

Jennifer Sauer

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Kommentare
21.01.2010
14:06
Die Popolskis muss man einfach lieb gewinnen
von Bob | #2

Erinnert ein wenig an die Leningrad Cowboys, aber genial ist es trotzdem :-)

23.11.2009
14:14
Die Popolskis muss man einfach lieb gewinnen
von zitronenpresser | #1

Nochmal,nochmal,nochmal !!!!

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