Die Not in Nepal ist weiterhin groß

Als Ende April die Erde in Nepal bebte, wurden auch die beiden Schulen in Kathmandu zerstört, die seit Jahren von Helge Voß und auch der evangelischen Kirchengemeinde in Heißen unterstützt, wo der 62-Jährige, der in der Himalaya-Region als Entwicklungshelfer gearbeitet hat und nun als Presbyter tätig ist. Bei der kleineren Schule, die 40 tibetischen Kindern Bildung ermöglicht, hatte Voß Fotos erhalten, die zeigten, dass das Beben Wände einstürzen ließ und das Dach beschädigte.

Auf die Berichterstattung in der NRZ meldeten sich bei Voß einige Interessierte, die helfen wollten. Auch die Kirchengemeinde sammelte wieder zugunsten der Schule „Children of the Universe“. Aber auch die Teehändlerin Cornelie van de Schanz, die mehrere Tees aus Nepal im Sortiment führt, startete eine Aktion. Von jeder verkauften Portion nepalesischem Tee kamen fünf Euro zur Unterstützung der Schule in die Spardose. Damit die Kunden auch wissen, für was sie sammelt, dekorierte sie ihr Schaufenster mit Fotos aus Kathmandu. Inzwischen hat sie über hundert Portionen verkauft und 500 Euro an Voß weitergeleitet. In Nepal kann man damit schon weit kommen.

Wie groß die Probleme weiterhin sind, zeigt eine Mail, die Voß Anfang des Monats erhalten hat. Die Erde ist noch immer nicht vollends zur Ruhe gekommen, so dass die Schüler noch nicht in ihre Schule zurückkehren können. Für die Schüler wurde zunächst ein Notquartier errichtet, um sie vor der Regenzeit zu schützen. Außerdem wurde ein Ersatz für die zerstörte Wasserversorgung geschaffen sowie sanitäre Anlagen angelegt, damit die Kinder nicht nachts in den Wald gehen müssen. Die Schule befindet sich ja in der ländlichen Region. Wer helfen möchte, kann weiterhin per E-Mail Kontakt aufnehmen: helge-voss@t-online.de

Inzwischen hat auch der Internationale Club der Schlitzohren zu Spenden aufgerufen. Auch sie sammeln für Schulen, die durch das Beben zerstört wurden. Sie haben gewartet, um sicher zu gehen, dass die Hilfe zielgerichtet und ohne Verlust ankommt, wie Werner Bungert im Namen des Vorstands mitteilt. Brückenkopf des Clubs ist das langjährige Mitglied Dibya Mani Rajbhandari, der als ehemaliger Präsident der nepalesisch-deutschen Handelskammer über viele Kontakte verfügt. Der Information beigefügt hat Bungert einen Bericht von Marianne Großpietsch, die sich derzeit in Kathmandu befindet und das Beben miterlebt hat. Viele Familien stehen dort unmittelbar vor dem Nichts, Zuwendung, Nähe und Trost sind da schon existenziell. Weitere Infos, Kontakt und Bankverbindung: www.schlitzohr.org