Die Innenstadt braucht mehr Kundenfrequenz

„Wir brauchen eine attraktive Lösung für den leerstehenden Kaufhof, um einen weiteren Anziehungspunkt in der Innenstadt zu schaffen und damit die Kundenfrequenz zu erhöhen“, glaubt Britta vom Felde, die seit April 2012 die Geschäfte der Mülheimer Body-&-Beach-Filiale führt. Am liebsten hätte sie dort den Einzug der Sparkassenakademie (nebst Gastronomie und Einzelhandel gesehen). Jetzt muss es die Seniorenresidenz mit einer entsprechenden Flankierung richten.

Kunden werden abgeschreckt

Eine unübersichtliche Verkehrsführung und das Fehlen kostenfreier oder sehr kostengünstiger Parkplätze schreckt aus ihrer Sicht vor allem auswärtige Kunden davon ab, in die Innenstadt zu kommen, um dort einzukaufen. „Irgendwie fehlen zurzeit konkrete Visionen für die weitere Entwicklung der Innenstadt“, bedauert vom Felde. Patentlösungen hat auch sie nicht zur Hand, ahnt aber, „dass man die Innenstadt ganz neu denken müsste und sie ein Alleinstellungsmerkmal bräuchte, um wieder deutlich mehr Kunden aus anderen Städten anlocken zu können.“ In ihren kühnsten Träumen könnte sie sich die Innenstadt zum Beispiel als ein Gesamtkunstwerk mit farbenfroh gestalteten Hausfassaden vorstellen.

„Wir selbst können durch Qualität, Auswahl, Service, Preise für jedes Portemonnaie und intensive Beratung, die sich auch außerhalb Mülheims herumspricht, immer noch neue Kunden gewinnen“, freut sich vom Felde. Sie setzt dabei auch auf eine gut gepflegte Kundendatei, um sich mit regelmäßigen Mailing- und Gutscheinaktionen bei Stammkunden in guter Erinnerung zu halten. Auch moderne und die Phantasie inspirierende Präsentationsformen sind für sie ein wichtiges Instrument, um Kundinnen und Kunden zum Einkauf zu animieren. Mit das wichtigste Kapital des Geschäftes sieht sie aber in den neun erfahrenen und zum Teil langjährigen Mitarbeiterinnen, die mit Kunden auch auf der zwischenmenschlichen Ebene vertrauensvoll kommunizieren können.