"Die ganz große Düse ante portas"
21.08.2008 | 13:45 Uhr 2008-08-21T13:45:00+0200Mülheim. Am Flughafen Essen/Mülheim tut sich etwas. Den Expansionsplänen der ansässigen Unternehmen stehen aber heftige Proteste entgegen.
Der Bau einer neuen Flugzeughalle an der Brunshofstraße schreitet voran. Der Thyssen-Krupp-Konzern hat schon vor geraumer Zeit den Wunsch geäußert, seine Firmjets in Essen/Mülheim zu stationieren. Die WDL will größere Düsenjets in einer geplanten Halle warten. Und schließlich Düsen-Ausnahmegenehmigungen für die Charterfirma VHM. – Am Flughafen ist eine Menge in Bewegung. Die Grünen haben für kommenden Montag um 16 Uhr zu einem „Ortstermin” auf den Ruhrhöhen eingeladen. Sie wollen Flagge zeigen gegen den „von SPD wie auch CDU unterstützten Bau von Wartungshallen für Airbusse im interkommunalen Gewerbegebiet”. Der angestrebte Weg ist für die Partei nicht gangbar, wobei zumindest innerhalb der CDU noch umstritten ist, ob man der Airbus-Wartung zustimmen will. Für die Grünen aber steht fest: „Während über Jahre der Streit um die sogenannte ,kleine Düse' tobte, steht nun mittels des Bebauungsplanes H 17 die ,ganz große Düse' ante portas.
Die Aussicht auf ein deutliches Mehr an Lärmbelastung löst heftigen Widerstand nicht nur bei den Anwohnern des Areals aus.” Vor Ort will sich die Partei am Montag nun ein Bild machen. Eingeladen sind neben Vertretern der „Nachbarschaft Flughafenanlieger", der Essener „Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm" und des Mülheimer Netzwerkes Mitarbeiter der Mülheimer Stadtverwaltung sowie Mitglieder der Landtagsfraktion, als auch der Ratsfraktionen Essen und Mülheim von Bündnis 90/Die Grünen.

11:20
Bei allem was hier geschrieben wurde gebe ich allen Lesern mal einige Fakten:
Inbetriebnahme 1925, Ernennung zum Verkehrsflughafen 1927, Ernennung zum Zentralflughafen Ruhrgebiet 1938.
Die Flughafenfläche ist Kaltluftaustauschfläche für den Essener Süden, Teile von Mülheim und Oberhausen. Bei einer Bebauung wäre diese Fläche nicht mehr vorhanden und die Luft würde um einige schlechter werden. Wärmebildaufnahmen des KVR belegen dies.
Am Flughafen werden durch die ansässigen Betriebe ca. 2,5 Mio. € jährlcih erwirtschaftet.
Dieser Punkt wird von der Politik bewußt verschwiegen. Das Argument des Zuschussbetriebes greift somit nicht. Das wird auch von den Sprechern der Bürgerinitiativen bewußt nicht erwähnt.
Ein Ausbau des Flughafens und seiner Start- Landebahn wird es nicht geben.
Heinz Schlosser
Vorstandsmitglied der AGFÖ
Arbeitsgemeinschaft Flughafen und Ökologie Essen/Mülheim e.V.
18:03
@Kurt Klotz
...einem nicht um die Umwelt usw. geht, sondern um den Wiederverkaufwert des eigenen Grundstücks.
Auch Sie wissen es also offenbar besser.Wieder nichts als Neid und Unterstellung.
08:46
Bla...Bla...Bla... Immer dieselben Leute mit immer denselben Kommentaren. Und immer noch glauben alle, dass der Recht bekäme, der am lautesten schreit. Am besten, man vermengt das Ganze noch mit ein paar Halb- und Unwahrheiten über handelnde Personen (Zur Info: als Mitglied eines der betroffenen Sportvereine in MH-Heißen, weiß ich, dass die OB FÜR den Standort vor der eigenen Haustür war...) und schon hat man wieder ein sinnloses Posting mehr in der Welt. Und jeder, der nicht der eigenen Meinung ist, der ist befangen, dumm usw. Dabei geht es einzig um die Wahrung von Eigeninteressen. Das ist an sich ja legitim, aber dann sollte man auch sagen, dass es einem nicht um die Umwelt usw. geht, sondern um den Wiederverkaufwert des eigenen Grundstücks.
23:29
@japaner
Alles nur ein Vermittlungsproblem. Andersdenkende sind oft einfach nur zu blöd und verstehen es nicht.
...ja genau, das kennen wir schon. Kontrollieren, bevormunden und besserwissen - das scheint mir Programm bei der SPD zu sein...
..apropos Liste. Die Liste der Misserfolge von Regionalflughäfen spricht eigentlich für sich. Aber ich verstehe das ja auch ein bischen - dabei sein ist alles und schließlich geht nichts über das eigene Projekt, die eigene Erfahrung. Nur bitte nicht auf Kosten der Mülheimer Steuerzahler
22:40
An alle, die noch einen Einwand zum Bebauungsplan formulieren wollen:
Da der Bebauungsplan flugaffines Gewerbe nicht ausschließt, fehlt dem Plan ein Lärmgutachten, dass den erhöhten Verkehrslärm für das Szenario flugaffines Gewerbe berechnet. Letztlich bleibt sowieso die Frage, warum der bestehende Fluglärm nicht in die Lärmkontengierung der Gewerbeflächen eingeht, die bestehenden Gewerbeflächen aber schon. In dem Punkt scheint der Plan eine Augenwischerei und nicht korrekt zu sein. Es wird so getan als ob das Gewerbegebiet irgendwo entsteht, aber nicht neben einem Flughafen.
22:31
@ pisatest: Du hast den Test nicht bestanden!
Eine gute Allgemeinbildung würde dir bescheinigen, dass der Flughafen ein Wirtschaftsstandort ist und kein Sportplatz für Segelflieger. Daher ist die Argumentation über fehlende gute Gründe für den Flughafen hinfällig.
Jeder weiß doch welche Potentiale im Flughafen liegen. Man schaue sich nur mal die Liste der Firmen an, die hier ihre Flugzeuge stationieren oder warten lassen möchte. Wer hier jetzt nicht erkennt was die neuen Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Ansiedlung von weiteren Betrieben für Mülheim bedeuten, sollte sich am besten direkt in ein Schweigekloster einschließen lassen.
Die Grünen, die mal wieder alles verhindern wollen brauchen also garnicht erst so eine Show am Montag zu veranstalten!
22:06
Wie lang ist eigentlich die Schloßstrasse?
Kann man die nicht besser als Landebahn für einen A320 ausbauen?
Ist doch viel profitabler als der jetzige Zustand dieser Meile.
...und die Arbeitsplätze sind doch auch viel hochwertiger als die wenigen, die bisher da sind.
Auch kleine Düsen könnten so direkt an Ruhrbania landen, am Ende der Landebahn im Kaufhof einkaufen gehen, oder kurz vor dem Start Duty Free im Forum. In der Stadthalle wird er dann gewartet, der A320.
Ah, geht wahrscheinlich nicht, da wohnt vielleicht Herr Dr. Berger - Mist
21:21
Sieht so aus als müsste der Flughafen schon deshalb bleiben, weil einige Anwohner vermeintlich billig an ihr Grundstück gekommen sind. Also nichts als Neid.
Gute Gründe für den Flughafen werden leider keine genannt. Es gibt nur das übliche Geplärre der Subventionsschnorrer über angebliche bedrohte Arbeitsplätze. Die kleinen und die großen Neider aus der SPD fallen bestimmt wieder drauf rein. Die meisten sind ja schon froh, wenn einmal mit den Großen am Tisch sitzen dürfen.
20:57
Bei soviel Begeisterung für den Flugplatz frage ich mich, warum der noch nicht weiter ist. Ganz einfach, weil der nicht gebraucht wird. Jetzt wird ja sogar der hochsubventionierte Dortmunder Flughafen leergezogen. Und die lieben Flughafenbefürworter glauben einem Herrn Wüllenkemper, der mit 86 Jahren schon Arbeitsplätze für die Verlängerung seines Erbbaurechtes in 2004 versprochen hat, der auch die Zeppeline alle in China fliegen sehen wollte. Und was passiert: Nichts. Macht diesen Hobbyflughafen zu, den kein Mensch braucht. Außer die Hobbyflieger natürlich, die ihr Hobby auf Kosten der Steuerzahler ausüben wollen.
20:03
Ich möchte nur mal wissen, ob die neuen Besitzer ihr ruhiges Domizil mit Scheuklappen und Ohrenstöpsel ausgesucht haben. Der Flughafen existiert schon seit den 30 Jahres des letzten Jahrhunderts. Das man dort auch mit Düsseldorf konfrontiert wird, ist doch auch allgemein bekannt. Hallo Mitbürger, wie naiv ist man den! Wenn man ein ruhiges Plätzchen für sein Heim gesucht hat, wäre der Niederrhein vielleicht besser geeignet gewesen! Und wenn hier keine Arbeitsplätze sind, was soll, ob ihr von hier in die Weltgeschichte zum Arbeiten fahrt oder eben z.B. vom Niederrhein, ist doch das selbe. Autolärm, verstopfte Straßen, Umweltbelastungen usw. Nur eben von der Luft auf die Straße verlagert. Und von dem eingesparten Geld des billigen Grundstückes, fliegen wir dann statt 1x doch 2x im Jahr in Urlaub. ha,ha