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Freilichtbühne

Die Freilichtbühne Mülheim wird präsenter

06.10.2012 | 06:00 Uhr
Auch im zweiten Jahr wurde das Lichtkunstfestival gut angenommen.Foto: Christoph Wojtyczka

Mülheim. Regen ist der natürliche Feind für Veranstalter. Vor allem, wenn Feiern draußen stattfinden. Die Organisatoren der Regler Produktion kennen das Geduldsspiel mit dem Wetter, sie bespielen seit 2004 die kleine Freilichtbühne an der Dimbeck.

Von ein paar Schlechtwettertagen im Jahr lassen sie sich aber nicht unterkriegen. Brauchen sie auch nicht. Schließlich blicken sie auf eine erfolgreiche Saison zurück. „Wir haben die 30 000 Zuschauer-Marke geknackt“, sagt Hans-Uwe Koch. Auch für die kommende Spielzeit hat sich der Verein viel vorgenommen.

"Kultur aus dem Hut und für Jedermann"

42 Veranstaltungen fanden von Mai bis Oktober 2012 auf und rund um die Freilichtbühne statt. Darunter die Mittwochsreihe, die bereits seit einigen Jahren stets gut besucht ist, das Lichtkunstfestival , die Local-Heroes-Konzerte oder das Theater am Donnerstag. Daneben gab’s Kleinkunst, Konzerte oder Festivals. Vom Regen ließen sich die Besucher kaum abhalten. Obwohl ein Kurkonzert abgesagt werden musste.

2. Licht-Kunst-Festival Mülheim

„Besonders die Oldie-Night wächst kontinuierlich“, weiß Peter-Michael Schüttler von den Reglern. Auch die neue Reihe Mölmsch Open Air, veranstaltet von den Junior-Reglern, sei gut angekommen. „Nun versuchen wir, dieses Niveau zu halten.“

Wichtig sei auch zu sehen, dass ihr Konzept ankomme, meint Schüttler. „Kultur aus dem Hut und für Jedermann – das ist unser Motto und das wird sich nicht ändern.“ An der Freilichtbühne sei eben kein Platz für Kommerz. Die Kosten für die Bespielung der kleinen Bühne und des Parks finanzieren die Regler aus der Gastronomie und aus Sponsorengeldern. Diese gelte es weiter auszubauen. Und möglichst viele lokale Künstler an die Dimbeck zu holen .

Historie aufarbeiten

Auch die Kooperation zu anderen Vereinen und Institutionen in Mülheim konnten die Regler in der vergangenen Saison weiter ausbauen und vertiefen. Das Ziel für die kommende Saison sei klar: „Nächstes Jahr das Netzwerk innerhalb der Freilichtbühne zu verstärken.“ Eine bessere Kooperation der beiden Freilichtbühnen-Vereine und deren Veranstaltungen sei wünschenswert. „Um ein Programm aus einem Guss anzubieten.“

Ein Fernziel formuliert Peter-Michael Schüttler ebenfalls. „Der Park hat eine interessante Historie.“ Diese gelte es aufzuarbeiten, in Schautafeln darzustellen. „Damit auch Schulklassen erfahren, welche Geschichte mit der Bühne verbunden ist.“ Nur so gelinge es, da sind sich die Regler sicher, dass Mülheimer die Freilichtbühne wahrnehmen und sie mit Leben füllen.

Local Heros Festival

 

Kristina Mader



Kommentare
08.10.2012
17:15
Die Freilichtbühne Mülheim wird präsenter
von sharline66 | #6

Jetzt muss ich auch mal ein paar Worte sagen. Beide Vereine, die in unterschiedlichen
Bereichen, die Freilichtbühne wiederbeleben wolllen arbeiten hier Hand in Hand und keiner ist, glaube ich, neidisch auf den anderen. Es muss hier auch mal gesagt werden, das auf der "Kleinen Bühne" jede Woche ein anderer Künstler auftritt. Würde dieser für ca. 6 Wochenenden auftreten, wären die Zuschauer auf die einzelnen Veranstaltungen wahrscheinlich auch geringer. Am Ende zählt das Ergebnis der Gesamtsumme. Bitte bedenken sie mal, wie eine kleine Bühne auf der "eigentlichen" Freilichtbühne aussehen würde. Da müssen wir aber alle mit dem Fernglas dasitzen. Diese Bühne muss mit großen Kulissen belebt werden, wie es bereits in den 30Jahren des letzten Jahrhunderts geschehen ist. Auch der Unterhalt dieses Geländes ist nicht gerade billig. Wie alle wissen sind die Kassen leer und alle sind daran interessiert, dieses Gelände in seiner Ursprungsform zu erhalten und zwar z.T. aus den Eintrittsgeldern.

07.10.2012
09:14
Fortsetzung
von Dirk_Biesgen | #5

Ich meine zu erkennen, dass Sie keinem der Vereine angehören, das hoffe ich zumindest. Auf meinen - sachlichen - Beitrag in nur drei Sätzen "Neid", "Mißgunst", "nicht gönnen", "verbiestert" und "Konkurrenz" unterzubringen - und das auch noch anonym - entspricht in keinster Weise dem Umgangston, den die beiden Vereine miteinander pflegen. Aber Sie haben Ihr persönliches Pseudonym richtig gewählt: "Spannung". Es wird Zeit, dass wir für mehr Entspannung sorgen ;-)

07.10.2012
09:01
Die Freilichtbühne Mülheim wird präsenter
von Dirk_Biesgen | #4

Obwohl Sie mir Neid nur "scheinbar" und Mißgunst nur "leicht" zusprechen muss ich Ihnen in vollem Maße widersprechen. Auch Ihre Behauptung, die große Bühne stände den Veranstaltungen der Regler Produktion nicht zur Verfügung ist schlichtweg falsch. Wie ich in meinem Beitrag versuchte zu erklären, ist das Konzept der Finanzierung mit Zuschauerspenden auf der großen Bühne nicht möglich, nur aus diesem Grund findet z.B. die Mittwochsreihe auf der kleinen Bühne statt. Wo Sie jetzt daraus (m)ein Konkurrenzdenken herauslesen möchten ist mir schleierhaft. Um das klarzustellen: In der Kombination des Programmes auf beiden Bühnen liegt der Erfolg und die Chance diesen Veranstaltungsort wieder zu beleben. Und der Regler-Verein hat in hohem Maße Anteil daran. Die Vereine arbeiten sehr erfolgreich zusammen und das ist gut so.

07.10.2012
07:37
Die Freilichtbühne Mülheim wird präsenter
von Spannung | #3

Es ist schade, wenn hier ein scheinbar neidischer und leicht mißgünstiger Vertreter der traditionellen Veranstaltungen in der Freilichtbühne den engagierten Leuten der neu zum Leben erwachten Kulturevents den Erfolg nicht gönnen mag.
Die Besucherzahlen der großen Bühne strafen die Aussagen des verbiesterten Herrn Lügen, lieber sollte die große Bühne den Konzerten der Mittwochsreihe mit zur Verfügung gestellt werden, anstatt immer wieder Konkurrenz zu schüren. Man kann froh sein, dass der Nachwuchs hier nie aufgegeben hat, profitieren tun alle davon.

06.10.2012
23:41
Fortsetzung:
von Dirk_Biesgen | #2

Die große Bühne auch nur schwerpunktmäßig mit freiem Eintritt zu bespielen ist nicht möglich. Die Kosten für Bühnenbauten, Verstärkeranlagen, Darsteller usw. sind im Gegensatz zu Veranstaltungen auf der kleinen Bühne nur über Eintrittsgelder zu finanzieren. In der Breite der Zielgruppe steht jedenfalls das Programm der großen Bühne dem der kleine Bühne in nichts nach.
Den Kopf schütteln musste ich über den Satz "An der Freilichtbühne sei eben kein Platz für Kommerz." Das mag für die Kleinbühne gelten obwohl hier große Werbebanner u.a. der Firma Bilo über der Bühne und vollflächige Werbeaufkleber des Forums auf den Tischen eine andere Sprache sprechen. Die große Bühne würde mit einer Finanzierung "aus dem Hut" zugrunde gehen. Das langfristige Ziel des Vereins Freunde der Freilichtbühne ist es, noch mehr kommerzielle Veranstalter an den Ort zu holen um Einnahmen zu genererien, die dringend erforderlich sind um die Bühne auszubauen, z.B. für eine teilweise Überdachung der Ränge.

06.10.2012
23:20
Die Freilichtbühne Mülheim wird präsenter
von Dirk_Biesgen | #1

Noch vor 8 Tagen, am vorletzten Freitag, haben Prof. Dr. Ferdi Schüth, Dr. Wolfgang Schmidt und André Pommerin vom Mülheimer Max-Planck-Institut für Kohlenforschung mit einer spektakulären Chemie Show über 1000 Zuschauer auf der großen Bühne begeistert. Vor den Sommerferien lockte das Musical "Der Zauberer von Oz" mehrere tausend Besucher an und aktuell laufen mit großem Erfolg die Musicals "Mary Poppins" und "Jekyll und Hyde". (derhttp://waz.m.derwesten.de/dw/staedte/muelheim/kontrastprogramm-an-der-dimbeck-id7077250.html?service=mobile)
Es ist bedauerlich, dass diese Veranstaltungen im Rahmen dieses Artikels keine Erwähnung finden.

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