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Bombenentschärfung

Die Fakten zur Bombenentschärfung in Mülheim am Freitag

15.000 Mülheimer sind von der Bombenentschärfung in Mülheim am Freitag betroffen. Bei Vorbereitungen für den Ausbau der Kita am Schildberg wurde eine Zehn-Zentner-Bombe gefunden. Grafik: Stadt Mülheim

Das Seniorenheim

„Wir helfen, die 120 Bewohner des Seniorenheims Auf dem Bruch zu evakuieren“, erklärt Feuerwehrchef Burkhard Klein. Darunter befinden sich 19 bettlägerige Personen, die liegend transportiert werden müssen sowie 24 Rollstuhlfahrer. Unterstützt werden Berufs- und Freiwillige Feuerwehr von DRK, Malteser, Johanniter. „Trotzdem“, gibt Klein zu, „bleibt es eine logistische Herausforderung für uns.“ Da der Gefahren-Radius so groß sei, wisse die Feuerwehr nicht, wer in diesem Gebiet sonst noch auf Hilfe bei der Evakuierung angewiesen sei. „Das fragen wir zurzeit über die Pflegedienste ab.“

Die Evakuierung

Etwa 3500 Personen müssen von 9 bis voraussichtlich 12 Uhr aus der Evakuierungszone. Betroffen sind Wohnungen oder Arbeitsplätze, die im 500 Meter Radius liegen. Auch im äußeren Sicherheitskreis darf sich zur Zeit der Entschärfung keiner im Freien aufhalten. Die Senioren aus dem Heim und alle anderen Menschen, die nicht wissen, wohin, werden in der Sporthalle der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Boverstraße, untergebracht. „Dorthin pendeln auch Busse“, weiß Wolfgang Fischer vom Ordnungsamt. „Von 8 bis 9 Uhr fahren sie ab der Haltestelle St. Barbara Kirche.“

Video
Noch immer liegen viele Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg mitten im Rhein-Ruhrgebiet. Mit moderner Technik versucht der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf seit 1948 diese auf alten Luftbildern zu finden.

Um möglichst viele Anwohner vorab zu informieren, hat der Zentrale Außendienst des Ordnungsamtes bereits am Mittwoch angefangen, rote Handzettel mit Anweisungen in den Firmen und Haushalten zu verteilen. Betroffene, die es nicht aus eigener Kraft schaffen, ihre Wohnungen zu verlassen, können sich ab dem heutigen Donnerstag, 10 Uhr, an die Hotline der Feuerwehr wenden: 455 22.

Eine Leitstelle der Beteiligten, darunter Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr, das Amt für Kinder, Jugend und Schule, THW oder die Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG), wird auf dem Hof der Mülheimer Entsorgungsgesellschaft eingerichtet. Von dort aus wird der Einsatz koordiniert.

Der Verkehr

Die Polizei errichtet ab 9 Uhr rund 40 Sperrpunkte an den Straßen der äußeren Evakuierungszone. Die angrenzende A40 wird ab 10.30 Uhr zwischen Mülheim-Winkhausen und Styrum in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Je nach Dauer der Entschärfung, die um 11 Uhr beginnt, voraussichtlich bis 12 Uhr.

Auch der Öffentliche Nahverkehr ist betroffen. Die Linien 102, 124, 129, 133 und 136 können für die Dauer der Sperrung zahlreiche Haltestellen nicht anfahren:

  • Linie 102: Die Haltestellen Zehntweg, Gathestraße, Auf dem Bruch, Dümpten Friedhof, Talstraße und Oberdümpten.
  • Linie 124: Sellerbeckstraße, Heidkamp, Damaschkeweg, Dümpten Friedhof, Katharinenstraße, Barbarakirche, Heiermannstraße und Wehrstraße.
  • Linie 129: Schule Nordstraße, Sellerbeckstraße, Gathestraße und Heifeskamp.
  • Linie 133 (fährt nur bis Hauptbahnhof): Hbf-Nordeingang, Heißener Straße, Seilerstraße, Josefstraße, Zinkhüttenstraße, Mühlenstraße, Schuckertstraße, Springweg, Sellerbeckstraße, Heidkamp.
  • Linie 136: Frintroper Straße, Damaschkeweg, Dümpten Friedhof, Katharinenstraße, Agnesstraße, Barbarakirche, Mariannenweg, Grüner Weg und Magdalenenstraße.

Die Kitas und Schulen

Sechs Kindertagesstätten bleiben am Freitag geschlossen: „Der katholische Kindergarten Talstraße, die Kindergärten am Schildberg, Denkhauser Höfe, Sellerbeckstraße sowie Nordstraße Nummer 90 und 95“, zählt Stadtsprecher Volker Wiebels auf. Und beruhigt Eltern: „Der Notdienst in anderen Kitas ist sichergestellt.“

Über ein langes Wochenende können sich die Schüler von acht Schulen freuen. Geschlossen bleiben die Schildbergschule, GGS Barbarastraße, Schule am Hexbachtal, GGS Gathestraße, Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Wilhelm-Busch-Schule, Erich-Kästner-Schule sowie die Peter Härtling Schule.

Info: www.muelheim-ruhr.de

Kristina Mader

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    Seite 2: Die Fakten zur Bombenentschärfung in Mülheim am Freitag

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Kommentare
23.08.2012
14:43
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Name von Moderation entfernt | #3

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1 Antwort
A40 wird am Freitag für Bombenentschärfung in Mülheim gesperrt
von suedjuergen | #3-1

hoffentlich habens vorher viele gelesen

23.08.2012
11:47
Am Freitag werden Mülheim-Dümpten und acht Schulen evakuiert
von r.neuert | #2

Abgesehen davon, dass ich ich solch wichtigen Fällen das Sensationsgeheische einer angeblich seriösen Zeitung für unterirdisch halte, frage ich mich welche Mühlenstr. in diesem Fall gemeint ist. Im genannten Einzugsbereich gibts nämlich zwei. Eine in Oberhausen, die dem Fundort naäher liegt als die Zweite in Mülheim.

1 Antwort
Einfach mal in die abgedruckte Karte schauen!
von denkstewohl | #2-1

...die widerlegt auch Ihre übrige Aussage.

23.08.2012
09:20
15.000 Mülheimer müssen wegen einer Fliegerbombe evakuiert werden
von macjoe58 | #1

Warum übertreibt ihr so schamlos? Es werden lediglich 3500 Personen aus dem inneren 500m Ring evakuiert. Die Bewohner im 1000m Ring sollen sich nur luftschutzmäßig verhalten, werden aber nicht evakuiert!

Die WAZ kommt mir bald vor wie die große Zeitung mit den 4 Buchstaben, die eigentlich keiner liest! Aber hauptsache reißerische Überschrift, erstmal den Leser locken.

3 Antworten
A40 wird am Freitag für Bombenentschärfung in Mülheim gesperrt
von Binabik | #1-1

Wo steht denn das 15000 Mülheimer evakuiert werden sollen? Ich les nur was von 15000 Personen betroffen sind, wovon ein Teil evakuiert wird und ein Teil sich luftschutzmäßig verhalten sollen.

A40 wird am Freitag für Bombenentschärfung in Mülheim gesperrt
von PantheraOnca | #1-2

Hat ja geklappt :)

A40 wird am Freitag für Bombenentschärfung in Mülheim gesperrt
von dimpelmoser | #1-3

Aber so stehts doch auch im Artikel, oder wurde der im Nachhinein nochmal verändert?

Gut, in der Einleitung steht: "Insgesamt sind fast 15.000 Personen und 7500 Haushalte betroffen.", aber im Folgenden wird zwischen den beiden Zonen doch sachlich richtig differenziert, oder hab ich was überlesen?

Dass die Zeitungen im Allgemeinen zum "boulevardisieren" neigen, nehme ich aber auch wahr. Das ist abe nicht auf die AZ beschränkt.

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