„Die Berufsbildung hat ihren Wert“

Roswitha Neumann-Weber ist neue Schulleiterin am Berufskolleg Lehnerstraße in Mülheim-Saarn.
Roswitha Neumann-Weber ist neue Schulleiterin am Berufskolleg Lehnerstraße in Mülheim-Saarn.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Findet Roswitha Neumann-Weber, die jetzt das Berufskolleg an der Lehnerstraße leitet. Realitätsnähe sei ein großes Plus ihrer Schule. Sie baue eine Brücke zur Wirtschaft und eröffne Schülern viele Wege

Mülheim.. Eine „Brücke zur Wirtschaft“ will das Berufskolleg an der Lehnerstraße für seine Schüler sein – selbstverständlich auch künftig. Roswitha Neumann-Weber, die neue Schulleiterin, legt großen Wert darauf. „Wir bilden nicht nur zum Selbstzweck aus, sondern um junge Leute in den Beruf zu bringen und um die heimische Wirtschaft zu unterstützen“, sagt sie. Mitte Januar startete sie in Saarn in einen neuen Lebensabschnitt, übernahm mit der Schulleitung eine weitere berufliche Herausforderung. „Das war einfach ‘was Spannendes, das mich gereizt hat“, begründet sie ihren Schritt.

Erfahren ist die 53-Jährige sowohl im pädagogischen als auch im Verwaltungsbereich. In den letzten drei Jahren war sie als stellvertretende Leiterin am Erich-Brost-Berufskolleg in Essen tätig. Eigentlich ist Roswitha Neumann-Weber übrigens Fränkin (auch, wenn man es gar nicht hört). In Nürnberg stieg sie als Diplom-Handelslehrerin einst in die Lehrtätigkeit ein und entwickelte sich kontinuierlich weiter. „Ich habe mich irgendwann auf die neuen Medien spezialisiert und das war und ist ja sehr gefragt“, berichtet sie.

Enger Kontakt zwischen Schülern und Lehrern

Ins Ruhrgebiet kam die Pädagogin, weil ihr Mann hier eine Stelle antrat. Mülheim mag sie, aus dem Fenster ihres Büros schaue „man so schön ins Grüne“. Unterrichten tut sie an der Lehnerstraße derzeit nicht, die Verwaltung des Kollegs mit seinen rund 1400 Schülern und 60 Lehrern ist eine Aufgabe, die alle Zeit in Anspruch nimmt. Ein großes Plus der Schule sei das kompakte Gebäude. „Da ist ein enger Kontakt zwischen Schülern und Lehrern, Schulleitung und Lehrern und den Kollegen untereinander möglich“, freut sie sich. Eine gute Kommunikationsstruktur sei unerlässlich.

Vorgefunden habe sie eine gut aufgestellte Schule, deshalb will sie auf „viel Bewährtes setzen“, aber „auch Dinge weiterentwickeln“. Genaueres möchte Neumann-Weber nicht öffentlich kundtun, bevor sie es nicht mit ihren Lehrern besprochen hat. Eine Idee aus der Schülerschaft hat sie schon aufgegriffen. „Die Schüler haben vorgeschlagen, dass wir am Programm ,Schule mit Courage’ teilnehmen. Das finde ich gut. Wir brauchen dafür aber viele, die mitmachen und müssen regelmäßig Aktionen auf die Beine stellen.“

Kontakte pflegen zu Ausbildungsbetrieben, zur IHK oder auch der Hochschule Ruhr West – für die neue Schulleiterin ist das ein Muss. „Wer eine unserer Schulen besucht hat, ist gut gerüstet für die Anforderungen der Wirtschaft“, meint sie. Und das liege auch daran, dass viele Lehrkräfte selber mal in der Wirtschaft gearbeitet hätten und ständig Kontakt zu Ausbildungsbetrieben hielten. „Wir arbeiten hier realitäts- und lebensnah. Die berufliche Bildung hat großen Wert“, so Roswitha Neumann-Weger. Fit für den Job hält sie sich mit Sport, sie fährt gerne Ski und joggt regelmäßig.