DGB macht Druck auf OB

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Im Rahmen der Tarifauseinandersetzung zwischen den Beschäftigten in sozialen Berufen und den Kommunen als Arbeitgebern fordert jetzt der DGB-Stadtverband von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld in einem offenen Brief mehr Einsatz: „Bitte setzen Sie sich beim Kommunalen Arbeitgeberverband dafür ein, dass die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten die geforderte Anerkennung und Aufwertung ihrer Arbeit erhalten und es schnell zu einem Tarifergebnis kommt – die Beschäftigten haben es verdient“, so der DGB-Vorsitzende von Mülheim, Volker Becker-Nühlen.

Die Menschen in den Sozial- und Erziehungsdiensten leisteten mit hohem persönlichen Einsatz und großer Professionalität einen „überaus wichtigen und substanziellen Beitrag zu unserem Gemeinwesen leisten“, heißt es in dem Schreiben. Für die Beschäftigten hätten sich die pädagogischen Anforderungen in den letzten Jahren deutlich erhöht. Gleichzeitig sei das Arbeitsumfeld komplizierter geworden.

Fünf Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern über eine bessere Eingruppierung der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten sind bislang ohne Ergebnis geblieben. Eine Aufwertung sozialer Berufe durch eine zeitgemäße Eingruppierung hat bisher nicht stattgefunden. Becker-Nühlen verweist darauf, dass gerade in diesen Berufen viele Frauen tätig seien. „Die Anhebung der Eingruppierung ist also sowohl ein Schritt hin zur Entgeltgleichheit als auch ein Baustein zur gesellschaftlichen Aufwertung.“

Der DGB-Stadtverband Mülheim und seine Mitgliedsgewerkschaften wollen die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste in den nächsten Wochen weiterhin unterstützen.