Der Mülheimer Weg in der „Welt“

Die Ministerpräsidentin hat es gesagt, überregionale Zeitungen haben darüber geschrieben, das Fernsehen hat berichtet, jetzt schaut auch die „Welt“ auf Mülheim: Die Flüchtlingspolitik der Stadt ist anders. Hier werden Asylbewerber nicht in Container untergebracht, sondern in Wohnungen. Die Flüchtlinge sollen möglichst in einem normalen Umfeld wohnen. Das fördert Integration. Über dieses Mülheimer Modell hat jetzt auch die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet.

Es wird das Beispielhafte dieses Weges hervorgehoben, allerdings kommt auch Sozialdezernent Ulrich Ernst mit nachdenklichen Sätzen zu Wort. Es sei leider absehbar, dass diese Strategie bald an ihr Ende kommt. Die Zahl der Flüchtlinge steige stetig an, so dass man auch bald an der Unterbringung in Notunterkünften nicht vorbeikommen werde. Aber Integration wird ja auch nicht in erster Linie durch die Verwaltung vorangetrieben, viel wichtiger ist das, was sich im zwischenmenschlichen Bereich abspielt. Und auch da geschieht in Mülheim eine ganze Menge: Gestern hat RTL in seinem Regionalprogramm über die Aktivitäten von „Willkommen in Mülheim“ berichtet. Am Montag wird die „Aktuellen Stunde“ im WDR einen Beitrag über eine Aktion senden, die unterstreicht, hier ist man bemüht, alle in ein Boot zu holen: die gemeinsame Rundfahrt auf der Ruhr, zu der die WiM heute zusammen mit Flüchtlingen in See sticht.