Der Minister übernimmt
07.06.2009 | 23:11 Uhr 2009-06-07T23:11:00+0200In den Standortstreit um die Fachhochschule hat sich das Innovationsministerium eingeschaltet. Das stellte sich gestern nach einem Bericht der Lippstädter Zeitung „Der Patriot” heraus, der unter der missverständlichen Überschrift „Unerwarteter Stopp für FH-Bau” erschienen war. Das Traditions-Blatt von 1848, das mit einer Auflage von 28 000 Stück erscheint, hatte in seiner Samstagsausgabe berichtet, dass sich das Ministerium dort einmische, wo es wie in Mülheim und Kamp-Lintfort kräftigen Standort-Streit gebe. „Für Düsseldorf Grund genug, die Reißleine zu ziehen und alle Standorte noch einmal sorgfältig auf den Prüfstand zu stellen.” Klar sei, Düsseldorf will mehr Transparenz.
Die wird auch seit Tagen von CDU, FDP, MBI und dem Lederfabrikanten Kurtludwig Lindgens gefordert. Sie kritisieren eine unfaire Prüfung zugunsten der Lösungen mit der Ruhrpromenade als Kern. OB Dagmar Mühlenfeld weist diese Vorwürfe energisch zurück. Die Bewertungen der diskutierten Grundstücke und die Gutachten, die Lindgens zu seiner Fläche in Auftrag gegeben hat, liegen inzwischen dem Ministerium vor. Gründungsrektor Eberhard Menzel hatte außerdem am Mittwoch ein schon seit längerer Zeit terminiertes Gespräch mit Pinkwart. Seitdem reagiert er auf Anfragen nicht mehr.
Die Botschaft ist klar: Menzel möchte den Ball flach halten. Allerdings: In einer Stärken-und Schwächenabwägung, die er erstellt hat, rangiert nach Informationen der NRZ das Lindgens-Areal uneinholbar vor allen Promenaden-Varianten, die zudem als „nicht machbar” eingestuft werden. Zweiter möglicher Standort für Menzel wäre demnach nur noch die Duisburger Straße.
FDP-Bundestagsabgeordnete Ulrike Flach sieht in der Neuentwicklung alles andere als eine Katastrophe. „Das Land überlegt, wie es Städten mit Problemen hilfreich zur Seite stehen kann.” Sie erwartet für heute oder morgen eine Verfahrensentscheidung. Der Standort Mülheim stehe keinesfalls zur Disposition, wie es „Der Patriot” noch nahelegt. Auch von einem Planungsstillstand könne keine Rede sein. Ein stärkeres Engagement des Landes in dieser Phase hält sie für vernünftig.
Fördervereinsvorsitzender Heinz Lison gibt sich ganz entspannt und geht davon aus, dass das Land eine Moderatorenrolle übernimmt. Er ärgere sich, dass das wichtige Thema in einen „kleinkarierten Wahlkampf” hineingezogen werde. Er ist sicher, dass am Ende eine gute Lösung stehen wird, „so dass wir uns zufrieden auf die Schultern klopfen können.” Er kündigte für heute eine Stellungnahme der Wirtschaft mit einer Standortempfehlung an, die noch abgestimmt werden müsse und in enger Abstimmung mit dem Rektor getroffen werde. An dem Text habe er schon zwei Tage gefeilt. Warum das so schwierig ist, will er nicht sagen. Von anderer Stelle ist allerdings zu hören, dass am Donnerstag der Fördervereinsvorstand nach turbulenter Sitzung ohne Votum auseinandergegangen ist, weil man sich nicht auf einen Standort verständigen konnte.
Ministeriumssprecher Andre´ Zimmermann versuchte gestern, die Entwicklung zu relativieren. „Alle Standorte werden im Interesse des Steuerzahlers objektiv in einem Kriterienkatalog auf Wirtschaftlichkeit und Nutzen geprüft.” Für den Betrieb müsse die beste Lösung gefunden werden. „Das ist an einigen Standorten ein leichter, an anderen ein schwierigerer Prozess.”
OB Mühlenfeld verwies gestern darauf, dass die Einschaltung des Ministeriums ein ganz normaler Vorgang sei: „Es zeigt sich aber”, sagte sie der NRZ, „dass es mehr als kontraproduktiv war, immer neue Standorte in die Diskussion zu bringen.”

14:58
Tacitus sollte seit ca.1900 Jahren tot sein.
Falls nicht, ist die Änderung der Schreibweisen im Laufe der Zeit doch nachvollziehbar.
Oder, :-))
09:23
Das egomanische Feuerwerk der aufgehübschten Duisburger Innenstadt, lieber Tazitus (schreiben wir das nicht eigentlich mit C?), feiert inzwischen Umsatzrekorde mit Kunden aus ganz NRW und den Niederlanden.
21:49
Siemens und Lison wollten die FH unbedingt haben.
Bei beiden ist genug Platz und für Industrienähe ist ebenfalls gesorgt.
Keine neuen Prachtbauten mit meinen Steuergeldern.
Das soll eine Hochschule werden und nicht so ein egomanisches Feuerwerk wie OB Sauerlands Duisburger Innenstadt.
(Warum hat Lindgens eigentlich noch Grundstücke? Der Laden gehört doch jetzt SETON)
21:40
Also, wie wäre es, wenn die wießeFlotte zwischen Drahtseilerei Kocks, dem Ruhrbaniagelände und Lindgens verkehrt. Super Kompromiss , oder? Reiche ich auch in Düsseldorf ein!
17:45
Na, genau das sag ich doch: In Ihrer Phantasie wandern Andersdenkende in die Psychiatrie bzw. in den Knast. Und bei Israelis kauft einer wie Sie eben nicht. Wie hießen die doch gleich früher? Bekanntlich sind auch die 200 Menschen, die ihre Freunde an der DDR-Mauer abgeknallt haben sowie die drei Millionen Republikflüchtlinge gestörte Persönlichkeiten gewesen.
Das ist eben das Tolle an einer Demokratie, deren Wohltaten Sie genießen: Selbst der Döfste kann seine Meinung frei äußern. Noch jedenfalls.
16:04
zu # 9 einle
Ach Du je, da ist ja der Verfolgungswahn Programm. So wichtig sind Sie nicht, dass sich außer medizinisch und psychiatrisch geschultem Personal jemand um Sie kümmern sollte.
15:51
Na, zumindest habe ich umgekehrt die Ahnung, Herr Krusenbaum, dass es sich bei Ihnen um jenen Akteur handelt, der sich hinter den wegen seiner Boykottiert-israelische-Waren-Aufrufs zwangsweise zurückgetretenen Duisburger OB-Kandidaten der LINKEN, Hermann Dierkes, gestellt hatte und seine Äußerungen völlig in Ordnung fand. Da wir das geklärt haben: Fragen Sie doch mal ihre Freunde, ob die nicht ihre bewährten alten Methoden anwenden können, um die Personen hier im Blog zu identifizieren. Ich denke dabei weniger ans googeln, sondern um handfestes Server-Knacken. Meinen Sie, die kriegen das hin? Sind ja seit 89 ein wenig eingerostet, die Herrschaften.
15:20
einle soll ja früher viel mit Lego-Klötzchen ganze Starßenzüge geplant und gebaut haben. Wer ist das eigentlich, der hier vor lauter Überheblichkeit und ungepflegtem Halbwissen immer so unangenehm auffällt?
15:00
Was stört den Mond der betrunken Seemann, der auf sein Spiegelbild im Wasser pinkelt?
Einerlei - oder?
Vielleicht sollte man Ruhrbania einfach mal auf Eis legen und abwarten, was nach Juni 2010 mit dem Kaufhofgebäude passiert, anstatt die FH mit aller Gewalt an die Ruhrstraße zu prügeln. Möglicherweise ergeben sich dann städtplanerische Möglichkeiten, die wir uns mit einer FH an der Promenade zubetonieren würden.
Und wer eine Brückenschlag-Lösung auf das in Benutzung befindliche Kocks-Gelände mutig nennt, hat die Grenze zum Wahnwitz nach meinem Dafürhalten schon längst überschritten.
12:13
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