Das aktuelle Wetter Mülheim 9°C
Helmut-Schlitt-Brücke

Der kürzeste Weg zum Jazz

17.06.2012 | 18:33 Uhr
Der kürzeste Weg zum Jazz
Einweihung der Helmut Schlitt-Brücke mit Gisela Schlitt und Bezirksbürgermeister Arnold Fessen. Foto: Katja Marquard

Mülheim. Fast kein Durchkommen herrschte am Sonntagvormittag auf der Fußgängerbrücke über dem Tourainer Ring: Zur feierlichen Einweihung des nun nach Helmut Schlitt benannten Übergangs zwischen Hauptpost und unterem Hingberg kamen zahlreiche Bürger, Freunde und Mitglieder des Jazzclubs und Vertreter aus der Politik.

Neben der einvernehmlich auf den Weg gebrachten Namensgebung erinnern künftig Schilder sowie eine Gedenktafel samt unübersehbarer Trompete in der Mitte der Brücke an den 2005 verstorbenen Musiker, der in der Stadt in den 1950er Jahren seine Spuren hinterließ (WAZ berichtete).

Zu den Klängen der 1953 von Schlitt in Mülheim gegründeten „Woodhouse Jazzband“ stimmten sich die rund 150 Zuhörer ein, ehe Jazzclub-Vorsitzender Manfred Mons ein paar Worte sprach. Er bedankte sich bei den Mitgliedern der Bezirksvertretung und ausdrücklich bei allen Fraktionen des Stadtrates, die der Benennung zustimmten und somit der Initiative des Jazzclubs folgten. „Schon als 15-Jähriger habe ich ihn bewundern können“, erzählte Mons über seine Begegnung mit dem damals 20 Jahre alten Helmut Schlitt. Sichtlich bewegt war nach der Enthüllung der Gedenktafel auch Gisela Schlitt. Die Witwe war mit Sohn, Tochter und Enkelkind aus dem Familiendomizil nahe Mailand nach Mülheim gekommen. „Das ist schon sehr gewaltig“, suchte sie nach passenden Worten.

Eine wundervolle Würdigung hatte zuvor auch Manfred Mons geliefert: „Jazz ist der kürzeste Weg zum Glück“, zitierte er den Maler Markus Lüpertz. Der Ausspruch passt ohne Frage auch geografisch. Denn: Die Brücke ist und bleibt der kürzeste Weg aus der Innenstadt zum am Hingberg beheimateten Mülheimer Jazzclub – wenn das mal keine glückliche Fügung ist.

Tim Walther



Kommentare
Aus dem Ressort
Kostengünstiges Theater
Kultur
162 Euro Zuschuss für eine Theaterkarte – zuviel? Mit der provokanten Frage nach hohen Subventionskosten für Schauspiel- und Opernhäuser im Lande hat der Bund der Steuerzahler eine streitbare Bühne aufgemacht.
Sanierung zieht sich hin
Grundschule
Gutachter entdeckten ungeahnte Mängel am Gebäude der GGS am Saarnberg. Die Sanierungszeit verlängert sich. Die Schüler müssen vermutlich bis Ostern im Ausweichquartier - dem Altbau des Broicher Gymnasiums an der Ritterstraße - bleiben. Nach ihrem Auszug könnte dort vielleicht eine Kita untergebracht...
Vermeulen nimmt erste Hürde
Politik
Der Kreisvorstand der Krefelder CDU schlägt den Mülheimer Bau- und Planungsdezernenten Peter Vermeulen einstimmig für die Oberbürgermeister-Kandidatur vor. Eine Delegiertenversammlung im Januar soll Vermeulen nominieren.
Mülheimer Stadtrandperle schließt zum Jahresende
Innenstadt
Die Angst vor der Großbaustelle ist ein Grund, warum Floristin Petra Neitzel ihr Geschäft an der Althofstraße aufgibt. Damit verliert die Innenstadt auf einen Schlag zwei „Stadtrandperlen“. Die verbleibenden Händlerinnen hingegen wünschen sich etwas mehr Gelassenheit.
Urnengräber werden eingeebnet
Ihr Tipp – unser Thema
Eine Witwe wartet seit dem April darauf, dass ein Urnenfeld auf dem Mülheimer Altstadtfriedhof eingesät wird. Das Grünflächenamt erinnert daran, dass sechs Monate gewartet werden müsse, bis sich die Erde wieder gesetzt hat.
Umfrage zur VHS
Eine der großen politischen Debatten im Herbst wird sich um die Zukunft der Volkshochschule drehen. Wie soll es mit der maroden VHS weitergehen?

Eine der großen politischen Debatten im Herbst wird sich um die Zukunft der Volkshochschule drehen. Wie soll es mit der maroden VHS weitergehen?

 
Fotos und Videos
Rockerkrieg in NRW
Bildgalerie
Bilderchronik
Ferientipps im Herbst
Bildgalerie
Herbstferien
Night for Masters
Bildgalerie
Voll auffe Omme