Der etwas andere Wirtschaftskrimi

Irma Jacobs (alias Heidrun Trojahn) kuriert ihren Kollegen und Konkurrenten Siegfried Kleinschmitz (alias Horst Kleinert) von seinem Frauenproblem.
Irma Jacobs (alias Heidrun Trojahn) kuriert ihren Kollegen und Konkurrenten Siegfried Kleinschmitz (alias Horst Kleinert) von seinem Frauenproblem.
Foto: Thomas Emons
Was wir bereits wissen
Komödchen Sorglos begeistert im Theater des Wohnstiftes an der Dimbeck mit: „Wenn schon falsch, dann richtig“. Weitere Termine: 27. und 28. Februar.

Mülheim.. Sie würden gerne was zu Lachen haben? Dann sollten Sie am Samstag, 27. Februar um 19 Uhr oder am Sonntag, 28. Februar um 15 Uhr im Theater des Wohnstiftes an der Dimbeck 6-10 vorbeischauen. Dort brachte das Amateurtheaterensemble des Komödchen Sorglos am vergangenen Wochenende gut 100 Zuschauer in Hochstimmung mit der von Regisseur Andreas Pawlowski inszenierten Komödie „Wenn schon falsch, dann richtig“.

„Das Ensemble hat eine wirklich witzige Geschichte über das immer wieder interessante Spiel zwischen Mann und Frau auf die Bühne gebracht“, fassten Markus- und Julia Steck ihren Eindruck zusammen. Das Ex-Prinzenpaar hatte den Theaterbesuch beim Komödchen Sorglos als Dankeschön vom Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval geschenkt bekommen.

Erstaunlich professionell zauberten die Komödianten Bärbel und Jürgen Loss (als Mark Reichenbach und Sylvia Jacobs) oder Heidrun Trojahn (als Irma Jakobs) und Horst Kleinert (als Siegfried Kleinschmitz) in der Verwechslungskomödie um eine feindliche Übernahme, die zu einer Liebe und Geschäftspartnerschaft fürs Leben wird, eine unwiderstehliche Mischung aus Wortwitz und Situationskomik auf die Bühne.

Würden sich doch alle kleinen und großen Wirtschaftskrimis derart in Wohlgefallen auflösen, wie diese Irrungen und Wirrungen rund um zwei konkurrierende Dessous-Hersteller. Doch für 120 unterhaltsame Minuten war das genau der Stoff, aus dem erholsame Lacher sind: „Soll ich dir etwa einen Business-Plan tanzen? Ich habe bildende Kunst studiert und habe von einer Steuererklärung so viel Ahnung, wie Uli Hoeneß“, lässt Sylvia Jacobs etwa ihre Tante Irma wissen. Die hat ihre Nichte als Partnerin mit ins Geschäft geholt, das sie nach dem Tod ihres Mannes weiterführen will. Das kann ja heiter werden und wird es auch.

Denn auch Mark Rheinbach bringt als Geschäftspartner seinen Chef Siegfried Kleinschmitz mit seinen Tricks und seiner Super-Kollektion FAK (Feinripp aus Krokant) in Teufelsküche. Da müssen die beiden Chefs ran, um ihr Schicksal und das ihrer Firma doch noch zum Guten zu wenden. Gar nicht so einfach: Denn Jürgen Kleinschmitz, der das Unternehmen seiner verstorbenen Mutter („Mutti, hör bloß nicht hin!“) fortführt, hat einen handfesten Komplex und gerät sofort ins Stottern, sobald er es mit einer Frau zu tun bekommt.

Doch davon kuriert ihn Gott sei Dank Irma Jakobs bei einem Geschäftsmeeting, das mit Hilfe einer Flasche Wodka zum Rendezvous wird. Das Komödchen Sorglos freut sich nicht nur auf Zuschauer, sondern auch auf schauspielerische Verstärkung.