Das Wennmann-Bad sorgt weiter für Verdruss

Mehr Geld als nötig möchte eigentlich niemand in das Wennmann-Bad in Heißen stecken - weder die Politik noch die Verwaltung. Aber die zehn Millionen Euro, die nach derzeitigem Wissen in den nächsten Jahren fällig werden, möchte die Politik nicht automatisch frei geben. Grünes Licht gaben die Sportpolitiker nur für 1,5 Millionen, die für die Aufrechterhaltung des Betriebes in den nächsten drei Jahren nötig sind.

Zu groß waren die Überraschungen, die man mit diesem Bad, das seit 40 Jahren besteht und ohnehin in eine kritische Phase tritt, erlebt hat. Für zehn Millionen Euro, da stimmten die Politiker überein, ließe sich auch ein Neubau realisieren. Diese Alternative vermisse man aber in der Ratsvorlage.

Sie stellt sich auch nicht, wie Dezernent Ulrich Ernst erläutert, denn die 10 Millionen sind auf zehn Jahre gestreckt. Für einen Neubau sind sie nicht verfügbar, was der Politik bei den Etatberatungen klar war. Schon eine Machbarkeitsstudie, die in der Sitzung der Vorsitzende Eckart Capitain (CDU) vorschlug, würde eine sechsstellige Summe verschlingen und ein Jahr Zeit. Zunächst müsse man wissen, wie man die Investition tragen könne. Bei der Investitionshöhe könne man sich bei neuen Bäder in der Region orientieren.