Das Netzwerk ist närrisch

Man hätte es für einen Karnevalsscherz halten können: In den USA kann nun der Facebook-Anschluss sogar schon vererbt werden. Vererbt wird aber nur das, was einem wertvoll ist. Auch eine Option für Deutschland?

In Mülheim wurde diese Frage jedenfalls bisher noch nicht in den örtlichen Gruppen diskutiert. Eigentlich ein gutes Zeichen, beweist es doch, dass die Aktiven in der Facebook-Szene sich eher mit den Fragen und Problemen der Gegenwart beschäftigen. Das Hauptthema in dieser Woche war aber weder ein Problem, noch eine Frage - es war vielmehr die Freude: der Karneval. Besonders aber natürlich der Rosenmontagszug. Er wurde in vielen Beiträgen aufgegriffen. Vor allem wurden die tollen Tage aber auch bilderreich dokumentiert.

Dafür gibt es sogar eine eigene Gruppe: „Karneval in Mülheim“ (425 Mitglieder). Hier, so scheint es, sind größtenteils Aktive aus den Vereinen vertreten. Es gibt viele bunte Bilder zu sehen - manche gewähren auch einen Blick hinter die Kulissen. So sieht man auch etwas vom Geschehen auf den Zugwagen selbst während des Zuges. Aber in der Gruppe sind auch närrische Ereignisse aus den vergangenen Jahren, ja Jahrzehnten dokumentiert worden. Seit Aschermittwoch ist zwar alles vorbei, aber bis zum 11.11., wenn der Hoppeditz wieder erwacht, sind es gerade mal noch knapp acht Monate. Bei einem Besuch in der Gruppe kann man schon jetzt wieder in Stimmung kommen.

Davon, wie der Hoppeditz am Aschermittwoch schlafengelegt wurde, sind denn auch bezeichnenderweise keine Fotos zu finden. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass dieser Ur-Narr über keinen eigenen Facebook-Anschluss verfügt. Aber wer sollte diesen auch verwalten, bis er im November wieder erwacht.

So eine Regelung wie in den USA gibt es ja noch nicht in Deutschland.