Das große Chaos bei der Abreise blieb aus
27.07.2009 | 18:52 Uhr 2009-07-27T18:52:00+0200Keine Probleme nach dem „Ruhr Reggae Summer”
Gestern um 14 Uhr war der Ausnahmezustand vorbei, die letzten Gäste des „Ruhr Reggae Summer” abgereist. Erich Oesterwind, Leiter des zentralen Außendienstes im Ordnungsamt, ist zufrieden mit dem Verlauf des Festivals. „Ein Verkehrschaos haben unsere Mitarbeiter verhindert.” Im letzten Jahr hatte sich der Verkehr gestaut, weil viele Besucher ihr Gepäck im Bereich der Raffelbergbrücke ein- und ausgeladen hatten. Dazu kam es dieses Mal nicht. „Die Bushaltestelle an der Steinkampstraße diente als Ladezone”, sagt Erich Oesterwind. Da dort nur acht Wagen gleichzeitig halten können, habe mancher allerdings mehrere Runden drehen müssen.
Etwa 35 Mitarbeiter des Ordnungsamtes waren von Donnerstag bis Montag in 106 Schichten im Einsatz. Oesterwind lobt die Unterstützung der Polizei und der Mülheimer Verkehrsgesellschaft, die zusätzlich einige Busse eingesetzt habe.
Kritik der Taxifahrer
Kritik kommt von Karl Schlimm, der in der Nacht von Sonntag auf Montag in der Taxizentrale „Call-Cars” Dienst hatte. „Unsere Fahrer haben berichtet, dass Leute daran gehindert wurden, an der Bushaltestelle auf der Raffelbergbrücke in die Taxen einzusteigen.” Sogar mit einer Anzeige hätten ihnen Mitarbeiter des Ordnungsamtes gedroht. „Wir haben den Taxizentralen vorher gesagt, wo sie halten können”, erwidert Oesterwind. „Wenn sie mitten auf der Steinkampstraße stehen bleiben, tun das auch alle Fahrer hinter ihnen.” Er bedauert, dass die Diskussion nicht immer sachlich geblieben sei. Eine Anzeige müsse keiner der Fahrer fürchten.

05:50
Es ist nun aber langsam Zeit, dass man endlich die straßenbaulichen Massnahmen ergreift, die eine gefahrlose verkehrstechnische Anbindung des Festivalgrundes ermöglichen. Dann kann man sich auch den teuren personellen Einsatz von Kräften des Ordnungsamtes sparen.