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Wüllenkemper plant...

CDU: WDL nicht platt machen

09.06.2008 | 18:30 Uhr

Mit erheblicher Verspätung nimmt der interkommunale Gewerbe- und Büropark am Flughafen Konturen an.

Am 17. Juni will der Planungsausschuss nun die Offenlegung des Bebauungsplanes beschließen. Bis Ende des Jahres soll er verabschiedet sein. Eine Reihe von Gutachten, die es einzuholen galt, macht Planungsdezernentin Helga Sander für die über einjährige Verzögerung verantwortlich. Aber auch das Bemühen der Stadt, „die Belange der ortsansässigen Unternehmen zu berücksichtigen”. Augenfälligste Änderung gegenüber der Ursprungsplanung: Auf dem Baufeld neben dem Empfangsgebäude des Flughafens sind nun „Lagerhäuser sowie Lagerplätze” erlaubt. Wie mehrfach berichtet, hat das Luftfahrtunternehmen WDL sein Interesse bekundet, das Unternehmen zu erweitern und die Fläche des jetzigen Spielplatzes mit der Option zu bebauen, dort auch Flugzeuge unterzustellen und zu warten. Auf anderen Baufeldern ist Lagerhaltung ausgeschlossen. Die politische Mehrheit für den Bebauungsplan scheint gesichert. SPD-Fraktionschef Dieter Wiechering signalisiert Zustimmung. Ebenso sein CDU-Kollege Wolfgang Michels. „Wir müssen zwischen dem geplanten Geschäftsflughafen, den wir nach wie vor ablehnen, und den Bedürfnissen eines mittelständisches Betriebes differenzieren”, sagte der Christdemokrat zur WAZ. WDL sei ein „guter Steuerzahler” und habe längst den lärmproduzierenden Schulbetrieb eingestellt. „Wir hören uns die Sorgen mittelständischer Betriebe an. Die WDL plattzumachen, wäre von Übel”, erklärt Michels auch in Richtung auf die Abwanderungsgedanken des Luftfahrtunternehmers Theodor Wüllenkemper. Offen lässt der Fraktionsvorsitzende, ob die CDU auch der angedachten Flugzeugwartung auf dem Baufeld zustimmen wird. Michels: „So weit sind wir noch nicht. Wir müssen auch das Nicht-Lärm-Bedürfnis der Bevölkerung im Auge behalten.” Für ihn stehe aber fest: „Der Flughafen macht Lärm, nicht die WDL.” Zuvor müssen die Baufelder an der Brunshofstraße allerdings europaweit ausgeschrieben werden. Wie bei Ruhrbania soll dem Erwerber eine Bauverpflichtung auferlegt werden. „Es gibt Interessenten, die darauf warten, kaufen zu können”, ist sich Wirtschaftsförderer Jürgen Schnitzmeier sicher. „Es gibt aber keine Gewähr, dass ein Bewerber auch den Zuschlag erhält”, stellt er klar. Der Geschäftsführer der Mülheim & Business GmbH unterstreicht aber, dass man am Flughafen „eine hochwertige städtebauliche Nutzung” plane. Insbesondere Baufeld 1 präge den Gewerbepark. Der Grundstückspreis werde sich auf hohem Niveau „zwischen 120 und 150 € pro m2” bewegen. Die Ruhrhöhen seien ein „überregional ausstrahlender Standort”, der Unternehmen, die „auf dem europäischen Markt unterwegs sind” anziehen werde. Schnitzmeier denkt dabei an Dienstleister, Ingenieur-Büros und Anlagenbauer.

Frank Meßing

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