Bürgerinnen-Preis geht an Ute Möhlig

Verleihung des BürgerInnen-Preises 2015 an Ute Möhlig: Heidemarie Sinn-Leyendecker und Peter Loef überreichen die Irkunde.
Verleihung des BürgerInnen-Preises 2015 an Ute Möhlig: Heidemarie Sinn-Leyendecker und Peter Loef überreichen die Irkunde.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Mitbegründerin und Sprecherin des Aktionsbündnisses No Fracking sei eine rastlose und kenntnissreiche Kämpferin, heißt es in der Laudatio.

Mülheim.. Nach einer Infoveranstaltung bei Bündnis 90/Die Grünen kam 2011 der Stein ins Rollen: Ute Möhlig vom Speldorfer Bürgerverein und einige Mitstreiter gründeten das Aktionsbündnis No Fracking. Mittlerweile haben sich 17 Initiativen, Vereine und Gruppen der Bürgerinitiative angeschlossen. Gestern war Möhlig erneut an der Bahnstraße zu Gast. Sie bekam beim Neujahrsempfang der Grünen den Bürger/innen-Preis 2015 überreicht.

„Die Auszeichnung geht an eine Person, die in vielen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens in Mülheim seit vielen Jahren aktiv ist“, erklärte Peter Loef vom Kreisvorstand. In ihrer „unermüdlichen Art, der sich kein Mensch entziehen kann“, habe sie viel angestoßen.

"Die Gefahr ist nicht gebannt"

Ute Möhlig, die seit 1979 in Speldorf lebt, ist seit 1989 im Vorstand des Bürger- und Kurvereins. Der sei seitdem „politischer geworden“. „Ein wichtiger Schritt dabei war die Zusammenlegung der Bürgervereine links der Ruhr“, berichtete Loef. Als Sprecherin des Aktionsbündnisses No Fracking rüttele sie immer wieder auf. Zwischenzeitlich habe die BI sogar an den Grünen (etwa im Land) Kritik geübt: „Der Vorwurf lautete: Ihr macht das nicht konsequent genug mit dem Widerstand gegen das Fracking.“

Mit dem Preis für Ute Möhlig wolle man auch zeigen, dass das No Fracking bei den Grünen ganz oben stehe und das Engagement von BI und Partei sich gut ergänzen können. Die Preisträgerin bedankte sich dafür, dass sich mit der Auszeichnung der Fokus erneut auf das Fracking richte - und auf die Aktualität des Themas. „Die Gefahr ist nicht gebannt“, erklärte sie und forderte: „Wir müssen immer wieder verdeutlichen, dass diese Fördermethode zu risikoreich ist, zu viele Altlasten bringt und dass wir mit den erneuerbaren Energien so weit sind, dass wir das Fracking nicht brauchen.“