Bürger zählen Vögel für den Naturschutz

Amsel, Meise oder Rotkehlchen? Der Naturschutzbund (Nabu) ruft wieder zur „Stunde der Wintervögel“ auf: Interessierte sollen eine Stunde lang Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen und dem Nabu melden. Um die Zahlen mit denen der Vorjahre vergleichen zu können, hofft der Nabu bei der bundesweiten Aktion auf rege Beteiligung. Was ist zu tun? Von einem ruhigen Plätzchen aus wird in der Zeit vom 9. bis 11. Januar von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig entdeckt wird. Ein schöne Sache, gerade für Familien, meint die Mülheimer Biologin Inge Püschel. Die Beobachtungen können im Internet unter www.stundederwintervoegel.de oder unter www.nabu-nrw.de bis zum 19. Januar gemeldet werden.

Im Netz gibt’s auch viele Infos und bebilderte Zählhilfen. Am 10. und 11. Januar ist von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet. „Rückgänge von Arten können wir nur mitbekommen, wenn wir auch die kleinen Zahlen erhalten. Gerade ein schleichender Rückgang, wie wir ihn bei der Amsel feststellen, würde sonst nicht auffallen“, sagt Bernd Jellinghaus vom Nabu NRW. Dass sich viele Mülheimer für Vögel interessieren und sich auch ganz gut damit auskennen, weiß der Mülheimer Vogelexperte Thomas Brüseke: „Wichtig ist der Spaß an der ganzen Sache“, betont er.