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Straßenbau

Bürger beklagen Schlamperei bei Flüsterasphalt auf der A40 bei Mülheim

16.08.2011 | 18:22 Uhr
Bürger beklagen Schlamperei bei Flüsterasphalt auf der A40 bei Mülheim
Bild: Stephan Glagla

Mülheim.   Gerade ist der Flüsterasphalt an der A 40 zwischen Kreuz Kaiserberg und Hardenbergbrücke fertig, da wird erste Kritik laut: Bürger klagen über Unebenheiten und schlampige Arbeit. StraßenNRW muss zugeben, dass bei der Sanierung Fehler gemacht wurden.

Der Dümptener Jubel über die lang ersehnte Lärmminderung an der A 40 zwischen Kreuz Kaiserberg und Hardenbergbrücke (zwischen den Anschlussstellen Winkhausen und Heißen) ist noch frisch in den Ohren, da wird erste Kritik laut. Beim Einbau des Flüsterasphaltes sei offenbar schlampig gearbeitet worden, klagen Bürger über Unebenheiten auf der Strecke.

Stoßdämpfer müssen kontinuierlich arbeiten

Eine Testfahrt der WAZ offenbarte tatsächlich, dass Unebenheiten einem – wohlgemerkt – aufmerksam darauf achtenden Autofahrer das Gefühl vermitteln, als fahre er in sehr kurzen Abständen ständig über eine Asphaltnaht. Die Stoßdämpfer haben kontinuierlich zu arbeiten. „Es ist richtig ein Rubbeln drin im Reifen“, klagt ein aufgebrachter Bürger, für den feststeht: „Die Bauarbeiten wurden mangelhaft ausgeführt.“

Von Duisburg kommend sind die Unebenheiten insbesondere ab der Anschlussstelle Styrum zu spüren. Die leicht holprige Strecke setzt sich über einige Kilometer fort, bis es zwischen Dümpten und Winkhausen wieder ruhiger wird. „Wir haben auch festgestellt, dass leichte Schläge zu spüren sind“, sagte am Dienstag auch der für die Lärmsanierung an der A 40 zuständige Projektleiter vom Landesstraßenbaubetrieb „Straßen-NRW“, Oliver Stresing.

Ebenheitsmessung wird routinemäßig vorgenommen

Nach persönlichem Eindruck sei die Situation gleichwohl nicht als kritisch zu werten. Stresing: „Sicherlich kenne ich bessere Fahrbahnen, aber ich kenne auch schlechtere.“

Video
Lärm macht krank, sagt Julia Kahle-Hausmann, Anwohnerin der A40 und Ratsfrau in Essen.

In Kürze, so Stresing, werde es ohnehin eine sogenannte Ebenheitsmessung auf dem sanierten, acht Kilometer langen Teilstück der A 40 geben. Die werde nach Asphaltarbeiten routinemäßig vorgenommen, um die sachgerechte Erledigung der Arbeiten durch beauftragte Firmen zu prüfen.

Maximale Abweichung von vier Millimetern

Die entsprechende Lasermessung könne sich ein Laie derart vorstellen, dass eine vier Meter lange Holzlatte auf die Fahrbahn gelegt werde und schließlich gemessen werde, ob sie eben auf dem Asphalt aufliege. Es gebe klare Vorgaben für eine ebene Fahrbahndecke. Es gelte: Auf vier Metern Länge darf es maximal eine Abweichung von vier Millimetern zwischen Latte und Fahrbahn geben.

Ansonsten sei die Baufirma in die Gewährleistung zu nehmen – entweder durch einen Abschlag bei der Rechnung (bei geringfügigen Verletzungen der Norm) oder gar durch die Aufforderung, die Asphaltdecke wieder abzufräsen und neu einzubauen – so geschehen vor nicht allzu langer Zeit auf der A 42 zwischen Herne und Castrop-Rauxel.

Unebenheiten lagen außerhalb der Norm

Dort hatte es nach der 14 Mio Euro teuren Sanierung eines Autobahn-Teilstückes im Jahr 2009 massive Beschwerden von Anwohnern gegeben. Sie beklagten einen erhöhten Lärmpegel, sammelten 800 Unterschriften und gründeten eine Bürgerinitiative . Schließlich schaltete sich auf Druck der Bürger die Kommunalpolitik ein, „Straßen.NRW“ beauftragte eine Spezialfirma aus Hannover, die Strecke zu prüfen. Die Unebenheiten lagen tatsächlich außerhalb der Norm, für viel Geld musste die Baufirma ihr misslungenes Werk herrichten.

A40 gesperrt

Ähnliches wie im Herner Fall erwartet Projektleiter Oliver Stresing für das jüngst sanierte Mülheimer Teilstück A 40 allerdings nicht. Auf der A 42 seien Autofahrer regelrecht durchgeschüttelt worden, „das sehe ich hier nach eigenem Empfinden erst mal nicht“.

Mirco Stodollick

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Kommentare
18.08.2011
10:56
Kritik nach Flüsterasphalt-Einbau auf A40 bei Mülheim
von mooop | #9

Tja die Leute die da täglich lang müssen freuen sich sicher schon auf die nächste Inspektion, wenn es heißt Stoßdämpfer platt.......

18.08.2011
10:11
Kritik nach Flüsterasphalt-Einbau auf A40 bei Mülheim
von drberger | #8

Ja mal wieder ein Prachtbeispiel das Gut und Billig nicht zusammenpassen. Neu und schon wieder Mist, alles wird von den Verantwortlichen heruntergespielt, sind doch nur Steuergelder, und die Welt/ Autobahn ist wieder in Ordnung!?
Schon dem in Gegenrichtung vorbeifahrenden Laien war erkennbar, die Arbeiten wurden mit Minimalaufwand getätigt, manchmal keiner bis max. fünf Beschäftigte auf 8 Km zu sehen, von Eile und Fleiß keine Spur!
Am Ende ein Pfuschergebnis!

17.08.2011
15:32
Kritik nach Flüsterasphalt-Einbau auf A40 bei Mülheim
von guentherschmalza | #7

Überall im öffentlichen Bereich wird geschlampt. Im Duisburger Innenhafen, in Mülheim bei Ruhrbania, jetzt beim Belag der A 40 . Gibt es denn keine Bauaufsicht mehr ? Oder eine Endabnahme, wonach erst die Schlußzahlung fällig wird ? Es kann doch nicht sein, daß der Bürger die Behörden zur Jagd tragen muß. Ob Gammelfleischskandal oder andere kriminelle Skandale wurden nie von den zuständigen Behörden aufgedeckt, sondern entweder durch Zufall oder unzufriedene Mitarbeiter und Bürger.
Wozu brauchen wir dann all die Behörden ?

17.08.2011
12:33
Kritik nach Flüsterasphalt-Einbau auf A40 bei Mülheim
von lothar11111 | #6

DU BIST ABER OPTIMISTISCH::ICH BIN DAVON ÜBERZEUGT DAS ES SCHON LÄNGST IN DER OBRIGKEIT ANGEKOMMEN IST:::
auch das man nur auf ein paar meter durchgescghüttelt wird ist nicht zulässig...und kann nicht akzeptiert werden....aber so wie ich unsrere bürokraten einschätze wirds wohl so sein das sie sich den weg des geringsten widerstands nutzen werden...einfach aussitzen und warten..die fahrbahndecke fährt sich schon glatt...wenns so wäre müsste man sich überlegen ob wir überhaupt hier noch geld ausgeben sollen für so ne schlampige fahrbürokratie..das sie es können beweisst wie genau und akriebisch gelder,steuergelder und strassengebühren(knöllchen)eingetrieben werden

17.08.2011
12:29
Kritik nach Flüsterasphalt-Einbau auf A40 bei Mülheim
von wohlzufrieden | #5

Jetzt kommen noch die Flüsterflieger, dann sind auch die (paar gestressten) Flughafenanwohner beruhigt...

17.08.2011
12:17
Kritik nach Flüsterasphalt-Einbau auf A40 bei Mülheim
von user46145 | #4

Also mir ist das nur an einer Stelle aufgefallen. Da wird man auf ein paar Metern richtig durchgeschüttelt. Dass dort auf der gesamten Strecke Mängel sind, kann ich nicht bestätigen.

Leute, ein bißchen mehr Vertrauen in die Obrigkeit!
Ich hab mir sagen lassen, Flüsterasphelt sei sehr schwer zu verarbeiten. Ein regnerischer Tag könne schon zu Problemen führen.
Ich glaube jetzt einfach mal daran, dass nochmal nachgebessert wird...

17.08.2011
09:40
Kritik nach Flüsterasphalt-Einbau auf A40 bei Mülheim
von geniculatum | #3

aber er war bestimmt der billigste....

17.08.2011
07:31
Kritik nach Flüsterasphalt-Einbau auf A40 bei Mülheim
von rally | #2

Und ich hab mich auch schon gewundert!!! Als ich über den neuen Asphalt fuhr dachte ich meine Reifen hätten irgendeinen Schlag. Jetzt kenn ich den Grund.
Also für ne neue Asphaltdecke sehr mangelhaft ausgeführt! Wer so eine Arbeit abliefert, den würde ich nicht ein zweites mal beauftragen!

16.08.2011
23:17
Kritik nach Flüsterasphalt-Einbau auf A40 bei Mülheim
von lothar11111 | #1

ist mir auch sofort aufgefallen..kaiserberg richtung essen bin ich gefahren..ich war enttäuscht über die qualität der fahrbahn..es ruckelte unaufhöhrlich...ich dachte sofort...mit nem österreichischem oder schweizer bauunternehmer wäre das nicht passiert..die wissen genau wie strassen gebaut werden..ich habs probiert..die tauernautobahn...als wenn ich im kino wäre..null bewegung,null rütteln..die wälder flogen nur so an mir vorbei....schlecht,,,schlechte,schlampige arbeit..ich denl mal..da hat mülheim sich mal wieder von so nem billiganbieter überrumpeln lassen....

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