Broich will weiter durchstarten

Die Hochschule Ruhr West wird Anfang 2016 bezugsfertig sein. Dann soll es ein Begrüßungsfest geben.
Die Hochschule Ruhr West wird Anfang 2016 bezugsfertig sein. Dann soll es ein Begrüßungsfest geben.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Beim 20. Neujahrsempfang des Stadtteils: Immer mehr Vereine in Broich kooperieren, sie haben schon einiges erreicht. Zudem der Vorsitzende der Broicher Interessengemeinschaft (BIG), Hans A. Wunder, zum „Broicher Bürger 2014“ ernannt.

Mülheim.. Broich bewegt sich mit Vollgas in die Zukunft - und will weiter durchstarten. Das kündigte der Vorsitzende der Broicher Interessengemeinschaft (BIG), Hans A. Wunder, beim 20. Broicher Neujahrsempfang an. Ein wesentlicher Grund dafür ist die heranwachsende Hochschule (inkl. Wohnheim an der Bülowstraße), die für mehr Menschen, aber auch mehr Kaufkraft im Stadtteil sorgen wird. „Ein Begrüßungsfest für die Studierenden und Mitarbeiter der HRW sollten wir zusammen feiern. Wir sollten dafür mit dem Förderverein der HRW, Mülheim&Business, MST und Stadt kooperieren“, sagt Wunder. Als Willkommespräsent für die Studenten werde ein Gutscheinheft aufgelegt. „Ich hoffe, dass viele BIG-Mitglieder mitmachen.“

Die Broicher Vereine haben sich zusammengeschlossen, um sich für ihren Stadtteil zu engagieren. Zwei neue – der Trägerverein „Haus der Vereine“ in der alten Dreherei und der Mülheimer Schützenverein von 1837 – haben in 2014 die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, agieren nun zusammen mit dem Broicher Bürgerverein, dem Männergesangsverein 1869, der KG Blau-Weiß 1947, der Kolpingsfamilie Broich/Speldorf und der BIG. Alle Partner machen in der Planungsgruppe „Masterplan für den Stadtteil Broich“ mit. Vom aufgestellten 22-Punkte-Programm wurde schon Vieles abgearbeitet.

Viele gute Ideen

Erfolgreich war man nicht selten: An der Frankenallee wurden 17 Parkplätze geschaffen, zwischen König- und Mentzstraße 23. Nicht lockerlassen will man beim Thema „Linksabbiegen von der Prinzess-Luise- in die Duisburger Straße. Einsetzen will man sich zudem für eine bessere Berücksichtigung Broichs im Nahverkehrsplan, den Erhalt der Straßenbahnen. „Schön wäre es, wenn der Radschnellweg mit Anbindung von Hochschule und VHS Anfang 2016 fertig wäre“, so Wunder. Weiter bitten die Broicher Vereine Politik und Verwaltung, Sanierung und Ausbau von Schulen zu fördern, die VHS im Dorf – sprich in Broich – zu lassen und weitere Erhöhungen von Steuern und Abgaben zu vermeiden.

Die BIG selber hat mit der Medl einen Rahmenvertrag abgeschlossen, der ihren Mitgliedern günstige „Energiequellen“ erschließt. Stolz ist man darauf, erstmals ein BIG-Journal herausgegeben zu haben.

Zum „Broicher Bürger des Jahres“ wurde von einer Jury Hans A. Wunder gewählt. „Die BIG ist im letzten Jahr 20 Jahre alt geworden. Sie hat sich von Anfang an mit vielen guten Ideen in den Stadtteilwandel eingebracht. Ebenso wie sie immer wieder die Bezirksvertretung 3 mit Anträgen, Anfragen und Vorschlägen beschäftigt. Dass dies alles so ist, dafür steht besonders ein Name: Hans A. Wunder.“, so Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Hüßelbeck in seiner Laudatio. Aber noch eine ganze Reihe anderer Dinge seien mit seiner Person eng verbunden: die BIG-Feten, die Kooperation der Broicher Vereine, die Planungsgruppe „Masterplan für den Stadtteil Broich“, der Arbeitskreis Broicher Geschichte. „Hans A. Wunder steht beispielhaft für das gemeinnützige Engagement für diesen Stadtteil.“

Das 7. karnevalistische Stadtteil-Biwak steht an

Die „verflixte 7“ steht über dem mittlerweile schon traditionellen Stadtteilbiwak an der Broicher Mitte. Denn: Das jecke Vergnügen findet nicht nur zum siebten Mal statt, sondern auch am 7. Februar (Samstag). Veranstalter sind erstmals sieben Broicher Vereine - unter Federführung der Broicher Interessengemeinschaft (BIG).

Los geht es um 10.30 Uhr, Schluss wird voraussichtlich um 15.30 Uhr sein. Fünf Stunden wird auf und rund um die Bühne also getanzt, geschunkelt, gesungen und gescherzt. Etwa 150 aktive Karnevalistinnen und Karnevalisten sind diesmal dabei „aus allen Mülheimer Karnevalsgesellschaften“, sagt Hans A. Wunder von der BiG stolz.

Eröffnet wird das Biwak vom Musikzug der KG Blau-Weiß, danach werden Tanzgarden, Tanzmariechen und Musikgruppen sowie andere Narren für Staunen und Stimmung sorgen. Höhepunkt ist natürlich der Auftritt der Tollitäten Prinz Max I und Prinzessin Lisa I mit ihren Paginnen und dem Hofmarschall. Bejubelt wird sicher auch das Kinderprinzenpaar - Prinz Leon Maurice I und seine Josie Marie I mit ihren Pagen Jethro und Janna sowie den Adjutanten.

Anregungen aufnehmen

Stimmungssänger und Entertainer Thomas Straßmann will das närrische Volk wieder einmal „zum Kochen“ bringen, verpflegt wird es mit Getränken, Grillgut, Kuchen und Waffeln.

Dass diesmal noch mehr Vereine aus dem Stadtteil als in den Vorjahren als Veranstalter fungieren, freut Hans A. Wunder. Die Kooperationspartner werden vor der Broicher Mitte auch einen Informationsstand einrichten, an dem Vertreter der verschiedenen Vereine Fragen beantworten, Informationsmaterial ausgeben und Anregungen aufnehmen.