Breiter Gehweg für die Lutherstraße

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Speldorf..  Die Lutherstraße hat mehrere gefährliche Ecken für Fußgänger – vor allem für Senioren. Die Gehwege sind sehr schmal. Wollen zwei Leute dort nebeneinander gehen, muss einer auf die Fahrbahn ausweichen. „Ein unhaltbarer Zustand“, finden die Mitglieder der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung 3. Darum haben sie einen Antrag gestellt, die Situation auf der Lutherstraße für Fußgänger zu verbessern. Nun steht fest: Wenn das Tiefbauamt Geld hat, soll der Umbau beginnen. Vielleicht stehen die rund 30 000 Euro in der zweiten Jahreshälfte aus Restmitteln bereit, wenn andere Projekte günstiger als geplant abgewickelt werden konnten. Im Umbauplan der Stadt steht die Lutherstraße nämlich nicht.

Fahrbahn wird schmaler

Die Sozialdemokraten hatten Mitarbeiter des Tiefbauamtes in ihrem Antrag gebeten, bauliche Lösungen für sichere Fußwege auf der Lutherstraße zu erarbeiten. Vor allem in der unübersichtlichen S-Kurve seien Verbesserungen dringend erforderlich.

Nach der Ortsbesichtigung steht nun fest: „Die bisher nur 50 Zentimeter schmalen Gehwege müssen mindestens 150 Zentimeter breit sein, damit dort Fußgänger mit Rollator problemlos unterwegs sein können“, beschrieb Helmut Voß vom Amt für Verkehrswesen und Tiefbau. Für einen breiteren Gehweg müsste die Fahrbahn allerdings schmaler werden. Die Lutherstraße könne insgesamt nicht verbreitert werden, weil es dafür keine Flächen gebe.

Der Vorschlag der städtischen Straßenbauer lautet: Auf einer Seite der Lutherstraße soll ein neuer, 150 Zentimeter breiter Gehweg entstehen, damit die Bewohner und Mieter des Seniorenparks „Carpe Diem“ die Kirche, die Geschäfte und die Arztpraxen auf der Duisburger Straße gefahrlos erreichen können.

Für Autofahrer sind Schilder notwendig, die auf die neue Engstelle auf der Fahrbahn hinweisen. „Pkw kommen immer noch problemlos aneinander vorbei. Bei einer Begegnung mit einem Lastwagen ist dann mehr Rücksicht geboten“, erläuterte Peter Roedel, Leiter der Verkehrsbehörde im Ordnungsamt.

Ist es dann nicht besser, die Lutherstraße zur Einbahnstraße zu machen?“, fragte Ulrike Werner (CDU). „Das erhöht nur die Fahrgeschwindigkeit der Autofahrer, weil sie dann wissen, dass niemand aus der Gegenrichtung kommt“, antwortete Peter Roedel. Vor einem Seniorenzentrum sei das nicht angebracht.

Auf der Rückseite besitzt das Seniorenzentrum noch einen Ausgang zur Hansastraße. Diesen nehmen Bewohner ebenfalls, um die nahen Geschäfte zu erreichen. Dort werden – wenn das Wetter trocken bleibt – weiße Fußabdrücke auf den Bürgersteig geklebt. Diese sollen älteren Menschen bei der Orientierung helfen und ihnen den Weg zur nächsten Straßenüberquerungsmöglichkeit weisen.

Die Bezirksvertreter stimmten zu. Ob sie Geld aus ihrem Topf dazu tun, ist noch offen.

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