Bravo-Rufe für die „Winterreise“

Mit „Winterreise“ gastierte die Volxbühne mit mehreren Vorstellungen in der Alten Feuerwache in Köln.

Christian Bos im Kölner Stadtanzeiger: „Jörg Fürst lässt eben die Alten zu Wort kommen, als Experten für schwindende Zukunft. Fürst stellte seine Amateure nicht im Sinne des dokumentarischen Theaters seinen drei hauptberuflichen Schauspielern entgegen, sondern zur Seite. Frei sprechend oder als Chor, strenger Choreografie, Aimee Manns „One is The Loneliest Number“ folgend, bewältigen die Alten den Text auf höchst professionelle Weise. Mehr noch, sie verkörpern ihn, verwandeln ihre Körper und ihren Geist in Worte über deren Vergänglichkeit. Da reden die Alten mit einer Autorität, die man sich nicht borgen kann. Ein herausragender Abend, verpassen Sie ihn bloß nicht.“

Die Kölnische Rundschau schreibt: „Ein intensiver Theaterabend, der mit einem genialen und multifunktionalen Bühnenbild und tollen Soundinstallationen überzeugt und vom Premierenpublikum langanhaltend beklatscht wurde. Für Jelinek-Verehrer ein Muss“.

Für das ganze Ensemble sei es ein großes Erlebnis gewesen, Abend für Abend vier Vorhänge zu haben, freut sich Renate Grimaldi: „Es wurde getrampelt und es gab zahlreiche Bravo-Rufe. Ich denke, wir haben Mülheim, Elfriede Jelinek und die Volxbühne würdig in Köln vertreten.“

Nächste Vorstellungen in Mülheim: „Mülheim, Bombay, Satellites“, Theaterstudio, Adolfstraße, 23., 24. Januar, 19.30 Uhr, und am 25. Januar, 16 Uhr, mit anschließendem Publikumsgespräch, 43 96 29 11.