Bistum schickt Vorschläge Richtung Rom

Deutliche Kritik an der Sprache, aber auch klare Vorschläge für die Ehe- und Familienpastoral: Auf acht Seiten hat das Bistum Essen jetzt die Antworten aus dem Ruhrbistum auf den zweiten Vatikan-Fragebogen zur Vorbereitung der Familiensynode im Oktober zusammengestellt. Ein barmherziger Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, eine neue Position der Kirche zur Empfängnisverhütung, eine Stärkung christlicher Ehepaare und eine Segnungsfeier für homosexuelle Paare sind nur einige der Vorschläge, die beim Bischofstreffen auf die Agenda kommen sollten.

Das Bistum hatte den Vatikan-Fragebogen auf seiner Internetseite veröffentlicht. Antworten kamen von Einzelpersonen und Gremien wie dem Priester- und dem Diözesanrat; nun hat die Diözese diese zur Weiterleitung nach Rom an die Deutsche Bischofskonferenz geschickt. Die Ergebnisse seien nicht repräsentativ, wollten aber vor allem durch inhaltliche Tiefe und konkrete Anregungen einen Beitrag zur Diskussionen liefern. Generell kritisiert das Bistum den „schwer verständlichen Sprachstil und die Komplexität der Fragestellung“. Diese habe „selbst wohlmeinende Katholiken veranlasst, die gute Absicht der breiten Befragung in Frage zu stellen“.