Bienen ziehen ins Kloster ein

Der Kräutergarten lockt viele Besucher.
Der Kräutergarten lockt viele Besucher.
Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPo

Saarn.. Summen wird es ab Mitte Mai im Kloster Saarn - und zwar kräftig. Ein Imker-Ehepaar stellt dann neben dem Kräutergarten drei Bienenstöcke auf, sie sollen als Anschauungsobjekt - zum Beispiel für Schulklassen - dienen. „Wir weiten das pädagogische Angebot des Kräutergartens erneut aus und bringen jetzt die Bienen ins Spiel“, kündigt Hans-Dieter Flohr, Geschäftsführer der Freunde und Förderer des Klosters Saarn schmunzelnd an. Den Honig, den die fleißigen Tierchen produzieren, soll es im Klostercafé und Museumsshop zu kaufen geben.

Der Förderverein bringt Leben in die altehrwürdigen Saarner Gemäuer - und das seit (fast) 30 Jahren. Das Jubiläum soll im November mit einem Konzert, das die Chor Singschule Himmelfahrt in Kooperation mit der Folkwangschule gestaltet, begangen werden. In 2013 werden die Kloster-Freunde aber noch viele andere interessante Veranstaltungen auf die Beine stellen, Altbewährtes wie etwa die Reihe „Musik im Kloster Saarn“ weiterführen und Neues anstoßen. Bei der Mitgliederversammlung am 21. März ab 19 Uhr im Bürgersaal der Begegnungsstätte stellen sie ihr Programm vor.

Großes Interesse am Lehrgarten

Anknüpfen kann man - so Hans-Dieter Flohr - dabei an ein erfolgreiches Jahr 2012, an viele gelungene Veranstaltungen mit großer Resonanz. So kamen zum „Saarner Klostergespräch“ mit dem Pastoraltheologen Prof. Dr. Selmann rund 60 Zuhörer, mehrere Hundert Gäste lauschten dem Spiel der Ruhr-River-Jazzband beim ersten Jazzfrühschoppen im Klosterhof.

Kräuterpädagogin Steffi Horn verzeichnete ein unerwartet großes Interesse an ihrem Lehrgarten. Zusätzlich zu fünf Sonntagsführungen mit jeweils fast 25 Teilnehmern gab es zwischen Thymian und Spitzwegerich sieben Sonderführungen, zehn pädagogische Veranstaltungen, drei thematische Workshops und eine literarische Wanderung. „Besonders stolz sind wir darauf, dass unser Förderverein als Kooperationspartner für Lehrerfortbildung in Sachen Kräuterkunde in das Bildungsprogramm der Natur- und Umweltakademie NRW aufgenommen wurde“, erklärt der Vereinsvorstand.

Besucherzahlen

Das Klostermuseum bewegte sich 2012 in punkto Besucherzahlen knapp unter dem Vorjahresniveau: 1877 Interessierte kamen vorbei, 1464 davon nahmen an einer der 87 Führungen - meist mit Wolfgang Geibert - teil. „Für die Statistiker kann ich noch eine weitere Zahl anführen: Seit der Eröffnung des Museums im Herbst 2008 konnten wir 12.405 Besucher begrüßen, es gab fast 500 Führungen“, sagt Hans-Dieter Flohr.

2014 wird das Kloster 800 Jahre alt, die Festvorbereitungen laufen schon jetzt auf Hochtouren.