Bevölkerung schrumpft
20.03.2009 | 13:15 Uhr 2009-03-20T13:15:00+0100Bis 2025 um zehn Prozent
Die Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung der Stadt an der Ruhr bleiben düster. Die Verwaltung rechnete 2007 damit, dass in Mülheim 2015 nur noch 167 000 Menschen wohnen werden. Jetzt haben Experten aus elf Ruhrgebietsstädten für den „Ersten Regionalen Wohnungsmarktbericht” eine Bevölkerungsprognose auf der Basis von Daten des Landesamtes für Statistik vorgelegt.
Nach dieser Prognose wird Mülheim bis 2025 fast 16 000 Einwohner verlieren. Das entspricht einem Rückgang um 10,1 %. Damit liegt die Ruhrstadt leicht über dem Durchschnitt des gesamten Ruhrgebiets, der bei – 9,5 % liegt. Der Prognose zufolge verliert Bochum die wenigsten, Gelsenkirchen die meisten Menschen.
22:19
Zum Nachschlagen vom 18.03.2009
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/muelheim/2009/3/18/news-114805255/detail.html#trackbacks
22:16
@ Wähler2009, #2
In die Prognose sind , soweit ich weiß, auch Zuzug von jungen Familien und eine leicht erhöhte Geburtenrate mit eingerechnet. Also könnte die Prognose eher zu tief ansetzen.
Trotzdem bleibt man in Mülheim dabei,weitere Grundstücke zu bebauen und erschließen. Damit verbunden ist ein Ausbau der Infrastruktur (Strom, Wasser, Abwasser, Gas), deren Bau zwar von den Bauherren getragen wird, deren Unterhaltskosten aber später von der dann dezimierten Bevölkerung bezahlt werden muss.
Da frage ich mich doch, wer verdient eigentlich daran ?
21:09
Warum verliert Bochum nicht so viel?
Vielleicht weil Bochum als Universitätsstadt kontinuierlich in sein Infrastrukturnetz investiert hat und nicht wie in Mülheim in ein Hafenbecken, welches prognosetechnisch noch äußerst fragwürdig ist. Hier sind Vision und Wirklichkeit nun wirklich verdammt weit aus ein ander.
Was mich nur wundert ist, dass Bochum von den Ruhrgebietsstädten stark betroffen ist (Opel, Nokia), aber die Einwohner allem Anschein nach treu sind. Vielleicht weil die Bürger ihrer Stadt vertrauen können. In Mülheim kann man ja investieren und trotzdem kommen Umlegungsverfahren aus Großvaters Zeiten wieder zum Vorschein und eine rote Klüngelei tut ihr weiteres dazu. Ansonsten vergraulen unsere Baudezernenten den Rest.
Wer hat da noch Lust hier weiter zu leben?
15:27
Das sehe ich genauso. Tatsächlich irrt die Verwaltung jedoch. Sie berechnet den Rückgang anhand der Alterpyramide und der Lebenserwartung. Der Zuzug junger Familien bleibt unterbewertet. Daher wird der Rückgang nur halb so schlimm werden, aber ein Rückgang wird es sein. Statt neuen Wohnraum zu schaffen, gilt es alten aufzuwerten. Zudem müsste auch ein gewisser Rückbau stattfinden. Dieser muss dann als Grünfläche ausgewiesen werden, um die Qualität des Standorts dauerhaft zu sichern.
13:44
Mhh, die Bevölkerungszahl sinkt nachweislich. Warum werden dann immer mehr Baulücken geschlossen? Was wird da geschaffen. Hier leerstehende Gethos, da gehobener Wohnraum im Grünen? Ist das gesund für unsere Stadt?