Betrüger bringen Mülheimer Tierschutzverein um Spenden
30.11.2010 | 18:28 Uhr 2010-11-30T18:28:00+0100
Mülheim.Viele Tierhalter können sich die Kosten für einen Tierarztbesuch nicht leisten. Der Mülheimer Tierschutzverein bietet in solchen Fällen finanzielle Unterstützung an. Betrüger nutzen dies jedoch aus - und stecken die Spende in die eigene Tasche.
Heidrun Schultchen vom Mülheimer Tierschutzverein stellt besorgt fest: „70 Prozent der Menschen, die uns anrufen, können oder wollen die Kosten für den Tierarztbesuch nicht tragen.“
Einen extremen Fall von Verantwortungslosigkeit, wenn nicht gar Betrugsversuch, hat der Tierschutzverein in diesen Tagen erlebt: Eine Frau bat den Verein um Unterstützung, weil ihre zehn Wochen alte Katze Popsi einen Oberschenkelbruch erlitten hatte. „Bis zu zwei Drittel der Kosten kann unser Verein in besonders schweren Fällen übernehmen“, so Heidrun Schultchen. Ebenso bietet man einmal im Monat eine Beratung für Empfänger von ALG-II-Bezügen an. Mindestens ein Drittel müsse die Besitzerin allerdings stets selbst tragen.
Besitzerin nicht mehr zu erreichen
Doch nachdem Schultchen die Finanzierung mit einer Tierärztin geklärt hatte, war die Besitzerin am nächsten Tag nicht mehr zu erreichen. Stattdessen erreichte den Verein ein Anruf des städtischen Tierheims: Eine Katze mit schwerem Oberschenkelbruch sei von einem Pärchen dort abgegeben worden. Man habe es angeblich im Horbachtal gefunden, so sagte das Paar dem Heim, wenn die Operation abgeschlossen (und bezahlt) sei, würde man das „herrenlose Tier“ aber gerne aufnehmen. Schultchen wurde hellhörig und ist sich aufgrund der Beschreibung sicher: „Es war die Frau, der die Katze gehört. Das wäre in meinen Augen ein Betrugsversuch.“
Kein Einzelfall. Besitzer geben sich als Finder aus, um Tierarztkosten zu vermeiden. Der Tierschutzverein will der Sache deshalb nachgehen und hat bereits die Stadt verständigt, denn die müsse wissen, wenn man ihre Dienste – das Heim wird von der öffentlichen Hand getragen – missbrauche. Es könnte sogar auf eine Anzeige gegen die Besitzerin hinauslaufen. Zumal die Ursache der Verletzung unklar ist. Die Operation in der Tierklinik ist derweil gut verlaufen, Popsi hat aber vier Wochen Bettruhe verordnet bekommen, bevor sie vermittelt werden kann.

14:42
Viel interessanter finde ich die Tatsache, dass Möpse am Fließband produziert werden können....
13:09
Ich stelle das Tier mit dem Menschen gleich,weil mir jedes Tier lieber ist wie mancher Mensch.
Und ich hoffe das der Tag kommt an dem Tiere nicht mehr als Sache verhandelt werden,daß geschieht dann,wenn der Mensch lernt zu verstehen.
Man sollte sich aber auch kein Tier anschaffen wenn man das Geld nicht dazu hat es zu versorgen.
Aber das ist bei manch einem bei Kindern ja auch nicht anders Je mehr Kinder desto mehr Kindergeld
Traurig aber leider wahr.
Und ich hoffe sehr,daß keine Tiere erst unterm Tannenbaum sitzen und dann im Tierheim.
12:55
klar doch, aber es interessiert mich trotzdem. schließlich wird ja auch darüber berichetet, also sollte die frage gestattet sein.
12:53
Warum nicht gleichstellen?
Wenn man überlegt, das der Mensch eine halbe Stunde nach der Geburt weder aufstehen noch flüchten kann , unfähig ist selbstständig Nahrung aufzunehmen ,geschweige denn sofort schwimmen kann................
stellt sich doch echt die Frage, wer von uns, Mensch oder Tier, die besseren Fähigkeiten besitzt.
Vor allen Dingen wäre ein Tier nie bewusst bösartig oder würde andere Lebewesen quälen; betrügen oder mißhandeln!!!
12:41
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12:30
viel mehr interessiert mich die einzuhaltende bettruhe von popsi? wie habe ich mir das denn vorzustellen, so im puppenbettchen oder wie?
11:10
tiere sind lebewesen,aber nicht den menschen gleichzustellen.
10:03
Ja wo ist das Problem - das Pärchen sofort zur Polizei und Anzeige erstatten.
Ich hasse diese Menschen die meinen so ein Tier hin und her schieben zu können. Wesenprüfung für Tiere - das ich nicht lache. Der Mensch ist das größere Problem.
Und an alle Kommentatoren die jetzt kommen und sagen, dass die Tiere die einzige Gesellschaft sind und den Menschen einen Halt geben etc. - diese Argumente sind totaler Schwachsinn. Entweder habe ich Geld und Zeit für ein Tier oder nicht.
Leider werden Tiere in deutschland in der Rechtssprechung immer noch als Sache angesehen und ist die Strafe nur sehr gering. Menschen können ihr Schicksal in die eignenen Hände nehmen, die Tiere sind auf Verantwortungsvolle Menschen angewiesen.
Ich hoffe, dass dieses Pärchen eine gerechte Strafe erhält und wenn es kein Geld hat, dann muss halt gepfändet werden. Sollten diese Menschen dann von Hartz4 leben oder gar Arbeitslos oder Obdachlos werden - mir egal. so etwas wünsche ich denen.