Bestellung am Tisch

McDonalds ist der Inbegriff des Schnellrestaurants. Doch jetzt plant die Restaurant-Kette Veränderungen. Ab Mitte 2016 soll es in manchen Filialen einen Bedienung am Tisch geben. Bestellungen an der Theke sollen dann der Vergangenheit angehören. Marcus Prünte gehört zu den größeren Franchise-Nehmern von McDonald’s. Insgesamt betreibt er zwölf Filialen, unter anderem am Limbecker Platz in Essen und in Ratingen. vier hat er in Mülheim: am Hauptbahnhof, am Heifeskamp, an der Kölner Straße und im Rhein-Ruhr-Zentrum. 500 Mitarbeiter beschäftigt er. Was denkt Prünte darüber?

Die Kette hat die neuen Akzente damit erklärt, dass sie so auf Umsatzeinbußen reagieren will. Weltweit ist der Gewinn im letzten Jahr um mehr als 20 Prozent gesunken. Doch zu Jahresbeginn sollen sich die Zahlen wieder verbessert haben. Ein Trend, den auch Marcus Prünte bestätigen kann. „Es war eine Zeit lang verhalten, seit November, Dezember läuft es wieder richtig gut.“

Den neuen Service-Ansatz steht er positiv gegenüber. Er soll vor allem in den besonders stark frequentierten Restaurants zuerst umgesetzt werden. Prünte hat schon einmal in einer Münchner Filiale, wo bereits so ein Service angeboten wird, probegegessen. Seine Erfahrung war gut. Der Kunde fühle sich persönlich angesprochen. Das Mehr an Service müsse auch nicht zu Lasten der durchstrukturierten Arbeitsabläufe gehen. „Ob die Bestellung nun am Tisch oder an der Theke aufgenommen wird, kostet vermutlich gleich viel Zeit.“ Prünte ist wichtig, dass das Image als „Familienrestaurant“ ausgebaut wird - und das gehe eben auch durch Qualität im Service.

Wann hier der Kellner an den Tisch kommt, kann er noch nicht sagen. Prünte würde diesen Service gerne in Ratingen anbieten, wo die Küche gerade sowieso schon umgebaut werde. Ansonsten will er sich mit anderen Franchise-Nehmern beraten, gestern haben sie sich in Frankfurt zu einer Tagung getroffen.