Beide Fahrstreifen der A 40 nach Unfall mit Bagger seit 15.30 Uhr frei
09.10.2012 | 07:41 Uhr 2012-10-09T07:41:38+0200
Mülheim. Auf der Autobahn 40 ist am frühen Morgen ein Lkw-Anhänger mit einem Kleinbagger umgekippt. In Fahrtrichtung Dortmund war die Autobahn zwischen Mülheim-Heißen und -Heimaterde bis 12.30 Uhr komplett gesperrt. Das Problem: In den neuen Flüsterasphalt sickerten erstaunlich große Mengen des ausgelaufenen Hydrauliköls.
Die Autobahn 40 war am Dienstag nach einem Unfall zwischen Mülheim-Heißen (19) und Mülheim-Heimaterde (20) Richtung Essen mehr als fünf Stunden lang komplett gesperrt. Der Grund: Um kurz nach 7 Uhr war ein Gelsenkirchener (54) mit seinem Pritschenwagen aus noch ungeklärter Ursache ins Schleudern geraten. Dabei kippte der Anhänger des Klein-Lkw um. Geladen hatte dieser einen acht Tonnen schweren Kleinbagger, der komplett zerstört wurde. Der Fahrer wurde nicht verletzt. Die Freigabe der Fahrbahn verzögerte sich, weil eine größere Menge ausgelaufenen Hydrauliköls in den neuen Flüsterasphalt der A 40 gesickert war.
Als die Feuerwehr Mülheim am frühen Morgen die Unfallstelle erreichte, blockierten der umgekippte Anhänger und der 7,5-Tonner beide Fahrstreifen der A 40. Zwar hatten die 14 Einsatzkräfte aus Mülheim die Fahrzeuge bereits um kurz vor 8 Uhr wieder von der Fahrbahn gezogen, der Berufsverkehr durfte aber trotzdem nur für wenige Minuten wieder anrollen: Aus dem demolierten Bagger waren 150 bis 200 Liter Hydrauliköl ausgelaufen und teilweise ins Erdreich neben der Fahrbahn gelangt. Die Folge: die Vollsperrung Richtung Essen.
Nachteil des Flüsterasphalts für Lärmschutz in Kauf genommen
Das Hauptproblem: Der erst im Sommer aufgetragene Flüsterasphalt auf der Strecke ist poröser als der alte "und nimmt viel mehr und viel schneller Öl auf", wie Feuerwehr-Sprecher Horst Brinkmann berichtete. "Wir haben da unser Öl-Bindemittel aufgetragen, aber darüber konnten wir gar nicht mehr viel Öl von der Fahrbahn bekommen." Brinkmann ahnt: "Möglicherweise wird uns das bei Unfällen auf Flüsterasphalt noch häufiger Probleme bereiten."
Seine Befürchtung bestätigte Rolf Blessing, Leiter der Abteilung Entsorgungswirtschaft im Mülheimer Umweltamt. Dieses hatte dem Umweltalarmplan entsprechend technische Mitarbeiter zur Unfallstelle geschickt, um das Ausmaß der Verunreinigung zu überprüfen. "Eine Spezialfirma musste die Fahrbahn aufwendig reinigen, weil der neue Asphalt dort offenporiger ist als der alte und Öl schneller aufnimmt." Ein technischer Mitarbeiter habe dies bereits in drei Fällen ausgelaufenen Öls beobachtet. Blessing: "Man kann eben nicht beides haben: Lärmschutz und eine leicht zu reinigende Fahrbahn." Dieser Nachteil sei von Behörden und Straßen NRW in Kauf genommen worden.
Bis zu acht Kilometer Stau, 25.000 Euro Sachschaden
Mit Hydrauliköl und Treibstoff wurde durch den Unfall auch der Grünstreifen verunreinigt. Um eine Grundwasserverschmutzung zu verhindern, baggerte die Spezialfirma dort Erde aus. Geschätzter Sachschaden: 25.000 Euro.
Bis kurz 12.30 Uhr blieb die Fahrbahn daher komplett gesperrt. Dann erst konnte die Autobahnpolizei Düsseldorf zumindest einen Fahrstreifen wieder freigeben. Bis 15.30 Uhr war der rechte Streifen wegen der Reinigung gesperrt. Vor der Unfallstelle staute sich der Verkehr am Vormittag auf bis zu acht Kilometern.
11:55
Ein Pritschenwagen der auf einem Anhänger einen 8-Tonnen Bagger transportiert?
Kann es sein, dass die Fuhre hoffnungslos überladen war?
Ich für mein Teil kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass ein Pritschenwagen einen Anhänger + Bagger, in Summe geschätzte 9 oder 10 Tonnen ziehen durfte. Oder?
20:51
Die Bilder sind nicht von dem Unfall !!!
Liebe WAZ/ NRZ-Redakteure das grenzt jetzt aber wirklich langsam an Gleichgültigkeit.
Lest Ihr überhaupt noch irgendwas gegen oder schaut ihr Euch die Fotoserien überhaupt noch an bevor Ihr sie online stellt?? Macht die Lichter aus. Es gibt bessere Zeitungen wie Euch. Ihr seid schon lange nicht mehr wie das Ruhrgebiet. Ihr macht schon seid Jahren alles nur noch halbherzig. Ihr solltet Euch was schämen.
15:19
Ein großer Teil der Dieselknechte ist wohl nicht in der Lage das Fahrzeug zu beherrschen,oder wesshalb vergeht kein Tag ohne schweren LKW Unfall? Schickt die Jungs doch wenigstens mal auf eine richtige Fahrschule.die haben doch wohl nur eine Kirmesfahrerlaubnis.
Verfasser solcher Kommentare, sollten mal eine richtige Fahrschule besuchen. Sonst würden solche Leute, keine LKW´s ausbremsen, schneiden und bedrängen.
dxiixiklo, soll ihnen mal jemand etwas erzählen der jede woche 1000 km auf deutschen autobahnen im bus unterwegs ist? da ist eine horrorshow das reinste paradies gegen was sich die sogenannten kapitäne der landstraße alles leisten.für mich müsste die bag und die autobahnpolizei verzehnfacht werden.
11:35
Wurde die Fahrtrichtung Essen nicht schon letztes Jahr erneuert??
11:20
Solche Transporte werden erst dann besser gesichert (durch Ablassen der Betriebsflüssigkeiten oder geschlossene Aufbauten z.B.), wenn auch die unmittelbaren Kosten der Sperrung sowie der volkswirtschaftlich dadurch entstehende Schaden voll auf den Spediteur bzw. dessen Versicherung umgelegt werden.
Es geht nicht, daß die negativen Auswirkungen des Straßenverkehrs weiterhin zum großen Teil sozialisiert werden. Man muss auf Dauer eine Lösung finden, wie man auch Lärmschäden, Wohnwertminderung durch Abgase oder -wie in diesem Fall- Sperrungen als Kosten an die einzelnen Verursacher oder das Kollektiv der Verkehrsverursacher weiterleitet.
zahlt bereits: Mineralölsteuer, KfZ-Steuer, Ökosteuer und noch Mehrwertsteuer obendrauf.
Ablassen von Betriebsflüssigkeiten? Selten etwas absurderes gelesen, ganz ehrlich.
Natürlich zahlt die jeweilige Versicherung des Halters die Schäden durch ausgelaufene Betriebsmittel wie Öl und Kraftstoff. Selbst wenn niemand ein Verschulden nachgewiesen werden kann. Das ergibt sich aus der allgemeinen Betriebsgefahr, für die der Halter eintreten muß.
Allerdings laufen fast bei jedem Unfall, manchmal auch durch Defekt, Betriebsmittel aus, weil Fahrzeuge ohne diese nun mal nicht fahren können. Außerdem werden auch gefährliche Stoffe über die Straßen von A nach B transportiert - und zwar vollkommen legal wenn sie die einschlägigen Vorschriften beachten. Auch damit passieren Unfälle wobei diese Stoffe auslaufen.
Da ist die Forderung nach ablassen von Betriebsflüssigkeiten bei Baumaschinen wirklich vollkommen überflüssig...