Bei Lehrern genügt nach wie vor ein Übungsleiterschein

Im neuen Erlass zur Sicherheitsförderung im Schulsport sind die heiß diskutierten „fachlichen Voraussetzungen“ nur einer von mehreren Punkten. Inhaltlich wird geregelt, dass die eingesetzten Lehrkräfte entweder ein Sportstudium absolviert haben müssen oder eine fachliche Qualifizierungs- bzw. Fortbildungsmaßnahme. Auch ein Übungsleiterschein genügt, jedoch nur, wenn es sich um Personen im Lehramt handelt. Wer beispielsweise als Vertreter eines Sportvereins kommt, darf nicht an Schulen unterrichten. Dies galt in der Vergangenheit allerdings auch schon, zumindest auf dem Papier.

In Kraft getreten ist der Erlass zum 1.12.2014. Unter Zugzwang sahen sich die Schulen Anfang dieser Woche, mit Beginn des neuen Halbjahres und Erstellung neuer Stundenpläne. So berichtet Manfred Bahr, Leiter der Erich-Kästner-Schule: „Wir hatten sogar schon Sportstunden gestrichen, jetzt können wir das wieder ändern.“

Simone Dausel, Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule Styrum, findet es „im Prinzip gut, dass an der Sicherheit im Sportunterricht gearbeitet wird. Aber es muss Übergangsfristen geben damit sich die Kollegen nachqualifizieren können.“ So geschieht es jetzt.