Beamte satteln um
22.09.2008 | 18:55 Uhr 2008-09-22T18:55:00+0200Mitarbeiter des Technischen Rathauses können ab sofort mit einem von sechs Diensträdern zu Terminen strampeln.
Manchmal ist man mit dem Fahrrad einfach schneller am Ziel als mit dem Auto. Kein Weg zum Wagen, keine lange Parkplatzsuche und meist auch keine Umwege – was in Mülheim mit seinen vielen Baustellen und seiner komplizierten Verkehrsführung ja ins Gewicht fällt. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben sich in der Vergangenheit schon häufiger Diensträder gewünscht. Jetzt können sich zumindest die Mitarbeiter des technischen Rathauses auf den Sattel schwingen und zum Termin strampeln, denn die von PIA betriebene Radstation stellt der Stadt unentgeltlich sechs Räder zur Verfügung. Nur für Reparaturen und Wartung muss die Stadt aufkommen. Zunächst ist das alles ein Versuch.
Am Empfang werden alle Nutzer und ihre Fahrten in Listen notiert. Da die Räder über Tachos verfügen, ist die zurückgelegte Distanz auch leicht zu ermitteln. Dezernentin Helga Sander ist davon überzeugt, dass es nur ein erster Schritt ist und nach einem Jahr der Fuhrpark erweitert werden kann. Sie selbst will das Rad beispielsweise nutzen, wenn sie zur Sitzung des Verwaltungsvorstandes fährt, sobald die Oberbürgermeisterin ins Gebäude von Thyssen-Schachtbau hinter der Sparkasse umgezogen ist. Neben Kostengründen (hohe Benzinpreise) siehtSander auch Gesundheits- und Umweltaspekte, zumal sich Mülheim als fahrradfreundliche Kommune zur Verbesserung der Fahrradnutzung verpflichtet hat. Darauf weist auch der Aufdruck auf dem Rahmen hin. Mülheim alleine wird das Klima nicht retten. „Aber würde bundesweit auf jede dritte Autofahrt unter drei Kilometern verzichtet, könnten drei Millionen Tonnen CO2 vermieden werden und die Bundesrepbulik hätte ihr Klimaschutzziel erreicht”, rechnet Fahrradbeauftragter Helmut Voß vor. Er weiß von Kollegen, die nur mit dem Auto kommen, um damit später zu dienstlichen Terminen zu fahren. Es sind praktische Räder für den Stadtverkehr: niedriger Einstieg, kleine, breite Räder, vorne ein Korb für Akten oder anderes Gepäck, Fünf-Gang-Nabenschaltung und Rücktrittbremse. Zur Präsentation liegen dekorativ Aktenordner im Korb. Auf dem Deckel steht: „Tankst Du noch, oder fährst Du schon?”

12:24
Wer was werden will, in diesem Staat, der fährt am besten Rad ;-)
08:30
Warum eigendlich Fahrräder,man sollte die feine Gesellschaft dazu verdonnern auf Bus und Bahn umzusteigen, und die Tickets auch bitte selber zahlen,aber ich denke erstens das alle eh nicht mitmachen,das sieht bei einigen sicher urkomisch aus, auf dem Stadtrad
07:53
...was in Mülheim mit seinen vielen Baustellen und seiner komplizierten Verkehrsführung ja ins Gewicht fällt...
Erst versaubeuteln die Stadtbüttel die Verkehrsführung, so dass sie selbst mit dem Auto nicht mehr durchkommen, dann verkaufen sie diesen Witz mit den Rädern als zukunftsweisend. Und damit auch keiner nachfragt, gibt die Sander, als stramme Grüne, noch ihren Umweltsenf dazu. wie lächerlich ist das denn?
01:17
6 Fahrräder für 400 Mitarbeiter und diese werden püntklich zur ungemütlichsten Jahreszeit in einen Testlauf geschickt ??? Wer hat sich diese Schaps-Idee wohl ausgedacht?
01:16
mmmhh....ob das der anfang der autofreien mülheimer innenstadt ist.? ....
....wahrscheinlich sind die mitarbeiter des technischen rathauses so genervt gewesen parkplätze zu suchen,das dann diese idee daher kam...
alsos lasst uns die tiefgarage unter der schlossstraße zur größten radstation deutschlands ... ähm europas ....ausrufen...oder ????
20:25
Warum zieht denn bitte Frau Mühlenfeld in das Gebäude von Thyssen Schachtbau um? Gefällt es ihr im Rathaus nicht mehr oder beginnt schon die Sanierung?