Baustart im August

Über das Integrierte Innenstadtkonzept und den Umbau des Rathausmarktes wird schon seit gut zwei Jahren gesprochen. In kommenden August werden die Planungen dann auch in die Tat umgesetzt, wie Thorsten Kamp jetzt im Planungsausschuss erläuterte. Zuvor muss die Politik noch im März beschließen, so dass die Arbeiten im Mai ausgeschrieben werden können. Mitte Dezember war ein Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung eingegangen, der klar machte, dass mit 4,8 Millionen Euro 70 Prozent des Innenstadtkonzeptes gefördert wird.

Der Rathausmarkt wird in zwei Abschnitten umgebaut. Zunächst wird der eigentliche Platz neu gestaltet und dann der Bereich der Dröppelminna, wo in den vergangenen Jahren auf dem Boden immer weiter Flickwerk betrieben worden ist. Hier muss auch mit dem Künstler Kontakt aufgenommen werden, der den Platz ursprünglich gestaltet hat.

Von einer bislang geplanten Verbreiterung der Treppe vor dem Rathauseingang zum Standesamt haben die Planer inzwischen aus statischen Gründen Abstand genommen. Statt dessen wird ein breiter Streifen mit einer attraktiven Natursteinplatte gepflastert. Es soll repräsentativ und einladend wirken. Das restliche Pflaster auf dem Platz bleibt bestehen, wird nur gereinigt und gegebenenfalls punktuell ersetzt. Die Tiefgarage könnte das nicht tragen. Aus Kostengründen verzichten die Planer auch gerne auf einen Fahrstuhl zur Tiefgarage, das ist möglich, weil bei Absprachen mit den Behindertenverbänden deutlich wurde, dass die ohnehin oberirdische Stellplätze bevorzugen, weil es für Rollstuhlfahrer in der Garage sehr eng würde. Gestalterische Vorschläge gibt es bereits für die Anschlüsse für Wasser und Strom. Das wirkt attraktiver als die provisorischen Stahlschränke auf der Schloßstraße, mit denen Kamp nicht glücklich ist. Auch das Modell einer Sitzbank präsentierte Kamp.

Eine konkrete Planung für die Zukunft des geschlossenen Kiosks gibt es noch nicht. Man halte aber an dieser Idee fest. Die bei der Planungswerkstatt Charrette geborene Idee eines Stadtbalkons im Obergeschoss, auf der Ebene der Hochpromenade, wie die Trasse der ehemaligen Rheinischen Bahn nun genannt wird, hat weiter Bestand. Auch hier gehen die Planungen voran. Da davon auszugehen ist, dass die Hochpromenade im Innenstadtbereich auch von Fußgängern stark frequentiert wird, ist hier kein Radschnellweg vorgesehen, sondern auf etwa 250 Metern ein kombinierter Geh- und Radweg. Das wird schon an der Oberfläche erkennbar sein. Statt Asphalt ist hier eine Pflasterung vorgesehen.Auf der Brücke sind dann mehrere Ruhebereiche mit grünen Inseln geplant. Fußgänger, die hier flanieren, sollen den Blick auf den Fluss und den Marktplatz genießen können. Die Strecke zwischen Hauptbahnhof und Löhstraße wird als Allee angelegt, hier ist, neben der Rampe an der Max-Kölges-Straße und dem Aufgang an der Ruhrpromenade, noch eine Brücke vorgesehen. Fahrradfahrer werden schon frühzeitig auf den gemischten Bereich aufmerksam gemacht, wo sie vorsichtig fahren müssen. An der Hochschule wird der Verkehr wieder getrennt und die Fahrradfahrer können auf einer eigenen Spur flitzen. An der Müga ist außerdem noch ein spindelförmiger Zugang vorgesehen, so wie er bereits an der Bergstraße besteht. Günstig scheint für den Ausbau auch die Fördersituation durch das Wirtschaftsministerium. Wann mit dem Bau begonnen wird, kann Kamp noch nicht sagen.