Baustart für Flüchtlingsquartier am Klöttschen

Zwischen  Klötschen und Vereinstraße wird die Brachfläche für den Bau neuer Notunterkünfte vorbereitet.
Zwischen Klötschen und Vereinstraße wird die Brachfläche für den Bau neuer Notunterkünfte vorbereitet.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Im Sommer soll zwischen Klöttschen und Vereinstraße in Eppinghofen Wohnraum für 244 Menschen geschaffen sein. Sieben Gebäude sind geplant.

Mülheim.. Die Bauarbeiten für eine neue Flüchtlingsunterkunft am Klöttschen haben begonnen. Im Sommer sollen dort 244 Menschen unterkommen.

Rund 6 Millionen Euro wird die Stadt für den Bau ausgeben müssen, sagte Stadtsprecher Volker Wiebels auf Nachfrage. Von einem Kölner Architekten geplant sind sechs Wohn- und ein Wirtschaftsgebäude auf dem Areal, auf dem die Stadt einst Privathäuser angekauft hatte und diese abreißen ließ, damit der Klöttschen zu einer Straße im Zweirichtungsverkehr ausgebaut werden kann.

Ersatzparkplatz wird es nicht geben

Pläne für eine städtebaulich ansprechende Bebauung an dieser Stelle waren immer wieder ins Stocken geraten, etwa hatte die Stadt das Areal in jüngerer Zeit erfolglos versucht, für Mehrgenerationenprojekte bereitzustellen. Zuletzt war die Brachfläche ausgeguckt, um für die Zeit der großen Kanalbaustelle am Dickswall Ersatzparkflächen bereitzustellen. Diese wird es am Klöttschen nun nicht mehr geben.

Die Flüchtlingsunterkünfte sind – auf einer Grundfläche von jeweils knapp 40 mal elf Metern – eingeschossig geplant. Vier Gebäude sind mit ihrer Kopfseite zum Klöttschen ausgerichtet, zwei mit der Kopfseite zur Vereinstraße. Am Klöttschen werden mittig noch ein Wirtschafts-und Verwaltungsgebäude sowie eine Doppelgarage (für die Heizungsanlage und ein Lager) entstehen. In den Häusern stehen gemäß Bauzeichnungen später Wohnungen mit einer Größe von 44 oder 69 Quadratmetern für fünf beziehungsweise acht Personen zur Verfügung. Insgesamt wird es 44 Wohneinheiten für 244 Menschen geben.

Seit Anfang März laufen die Bauarbeiten. Ende Juli sollen sie laut Auskunft aus dem städtischen Immobiliendezernat abgeschlossen sein. „Wie bei allen anderen Flüchtlingsunterkünften“, heißt es, „erfolgt eine öffentliche Bürgerveranstaltung gegen Ende der Bauzeit, vor dem Einzug.“ Die Nachbarschaft werde mit einem Infobrief und einer Einladung hierzu direkt angesprochen.