Bauen für jeden Geldbeutel

Unsere aktuelle Serie „Mülheim baut“ soll vor allem auch verdeutlichen, wie sehr sich die Stadt wandelt. Es gibt gerade jenseits der Großprojekte wie Ruhrbania, Marien-Hospital oder Hochschule jede Menge Wohnungsbau. Das Gute: In der Stadt wird nahezu jeder Geldbeutel dabei bedient. Das Exklusive wie im Rumbachtal oder auf der Prinzenhöhe ist darunter sowie das 100-Häuser-Programm, das jetzt in Dümpten sein vorläufiges Finale erlebt.


Das 100-Häuser-Programm, das junge, nicht gerade vermögende Familien beim Erwerb von Eigentum unterstützt, ist eine politische Erfolgsgeschichte. Die Fortsetzung ist bisher nicht gesichert, wäre jedoch für eine Kommune, die mit ihrem Wohnwert weiter wuchern will, sinnvoll. Zumal mit der Bebauung am Kassenberg direkt an der Ruhr in den nächsten Jahren weitere Spitzenprojekte entstehen, die sich ausschließlich an die Top-Verdiener wenden. Trotz niedriger Zinsen sind weiterhin viele Familien auch auf erschwingliche Hauspreise angewiesen.


Dass Menschen beim Wohnen nach neuen Formen rufen, hat der Mülheimer Wohnungsbau erkannt. Mit dem Neubau-Projekt „Wohnen im Dichterviertel“ – bei dem es um ein autofreies Dorf geht – versucht man, ein innovatives Einfamilienhaus-Programm mit 48 Einheiten zu realisieren. Auch das fördert das Bild einer attraktiven Wohnstadt über die Stadtgrenzen hinaus. Es könnte Vorbild werden für andere Viertel in der Stadt, denn über kaum etwas wird so sehr geklagt wie über Verkehrsbelastungen bis vor die Haustür.


Mülheim baut: zum Glück auch in der Innenstadt, die wie jedes Jahr sich eine Belebung erhofft. In diesem Jahr könnte ein großer Sprung gelingen: Mit der Freizeit-Gastronomie „Alex“ in Höhe des Synagogenplatzes entsteht ein großes Angebot bis in den späten Abend hinein. Es könnte der Auftakt zu einer Wende werden, die so viele sich wünschen und die Weiteres auf der Schloß- und ihren Seitenstraßen in Gang setzt.

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