Badmintonturnier bringt internationales Flair nach Mülheim

Selbst ein Olympiasieger wie der Chinese Lin Dan genießt in Mülheim das Bad in der Menge.
Selbst ein Olympiasieger wie der Chinese Lin Dan genießt in Mülheim das Bad in der Menge.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
In diesen Tagen steigen in der Stadt die elften Yonex German Open. Die Sportler sorgen für volle Hotels, über 150 Ehrenamtler für den Ablauf.

Mülheim.. Wer in diesen Tagen durch die Mülheimer Innenstadt läuft, der entdeckt immer wieder freundliche Asiaten in dicken, federgefütterten Jacken und riesigen Sporttaschen. Die Sportfans wissen dann längst: Die Yonex German Open im Badminton sind wieder in der Stadt.

Bereits seit nunmehr elf Jahren steigt in der neunten Kalenderwoche das bedeutendste internationale Badminton-Turnier in Deutschland in der RWE-Sporthalle. Dieser Tage wird Mülheim wieder ein Stück weit bunter, interessantere und internationaler. „Das Turnier ist ein wichtiger Imageträger“, findet Marc Baloniak, Leiter der Tourismusabteilung bei der Mülheimer Stadtmarketing- und Tourismus GmbH (MST). „Das Publikum ist international und es kommen mehr als 350 Spieler aus 40 Nationen nach Mülheim.“

Wirtschaftlicher Faktor

Da die RWE-Halle von mehreren Hotels und von der Innenstadt zu Fuß zu erreichen ist, nehmen nicht alle Spieler den Fahrdienst des Veranstalters in Anspruch, sondern schlendern nach und zwischen den Spielen durch die Stadt und kaufen beispielsweise im Forum ein.

Auch wirtschaftlich hat sich das Turnier zu einem wichtigen Faktor entwickelt. Baloniak: „Im Februar sind die Hotels oftmals nicht so ausgelastet wie sonst, weil zu dieser Zeit eine Messelücke besteht. Wenn die Hoteliers dann Spieler unterbringen können, ist das für sie natürlich viel wert.“

120 000 US-Dollar Preisgeld

Und warum zieht es die weltbesten Spieler, die Weltmeister und Olympiasieger Jahr für Jahr nach Mülheim? Zum einen natürlich die Chance auf wichtige Weltranglistenpunkte und die insgesamt 120 000 US-Dollar Preisgeld.

Turnier ist noch bis 2017 fest an Mülheim vergeben

Zum anderen wird aber auch von allen Seiten die Stimmung in der RWE-Sporthalle – schließlich werden nicht nur die einheimischen Spieler gefeiert – und die perfekte Organisation von Seiten des 1. BV Mülheim in den höchsten Tönen gelobt. „Es gibt so viele tolle Helfer, die die German Open zu einem ganz tollen Turnier machen“, schwärmt BVM-Spielerin Judith Meulendijks, die im letzten Jahr noch Mitglied im Organisationsteam war und diesmal als Assistenztrainerin des schweizerischen Verbandes mit dabei war.

Gut 150 Ehrenamtliche kümmern sich in der Woche um die ausländischen Gäste und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Beispiel: Am Mittwochabend werden die fünf Felder abgebaut und für den Folgetag vier neue aufgebaut. Ab Freitag wird dann auf drei Courts reduziert. Vieles läuft hinter den Kulissen ab. Für alle sichtbar sind hingegen die „Wischkinder“, die für die Sauberkeit auf den Courts sorgen. „Die sind in Mülheim schon speziell. Bei vielen anderen Turnieren übernehmen diese Aufgabe die Linienrichter“, sagt Boris Reichel, Trainer des 1. BV Mülheim.