Ausweise und Pässe rechtzeitig verlängern

Reisepass in der automatischen Kontrolle.
Reisepass in der automatischen Kontrolle.
Foto: picture alliance / dpa
Was wir bereits wissen
Mülheimer Bürgeramt stellte im Vorjahr 14.586 Personalausweise, 7395 Reisepässe und 4852 Kinderreisepässe aus. Vor den Ferien wird es eng.

Mülheim.. Albtraum vor dem Abflug: Alles ist gebucht, geplant, gepackt – aber der Pass leider abgelaufen. Und einen neuen bekommt man nicht von jetzt auf gleich. Daher empfiehlt es sich, schon jetzt, einige Monate vor der Hauptreise-Saison, die eigenen Papiere zu prüfen und erneuern zu lassen.

Dazu rät auch die Stadt: Anlaufstelle ist das Bürgeramt an der Löhstraße. Hier wurden im vergangenen Jahr 14.586 Personalausweise ausgestellt und 7395 Reisepässe. Hinzu kamen noch 4852 Kinderreisepässe. Letztere kann man durch ein neues Lichtbild aktualisieren oder auch verlängern, bei Erwachsenendokumenten geht dies nicht mehr. Personalausweis und Reisepass sind zehn Jahre gültig bzw. sechs Jahre bei jungen Leuten unter 24. Danach müssen sie neu ausgestellt werden.

Amtlicher Notdienst wurde abgeschafft

Erfahrungsgemäß kommen sehr viele Anträge auf einmal, kurz vor dem Urlaub: „Zwei Wochen vor den großen Ferien geht es los“, sagt Stadtsprecher Volker Wiebels. Normalweise muss man mit einer Bearbeitungsdauer von zwei Wochen beim Personalausweis und vier Wochen beim Reisepass rechnen. „In Stoßzeiten“, so Wiebels, „kann es aber auch mal länger dauern.“ Hergestellt werden die Dokumente bei der Bundesdruckerei in Berlin. Betont wird, etwa auf der Internetseite der Stadt: „Auf die Bearbeitungszeit hat die örtliche Ausweisbehörde keinen Einfluss.“

Wenn jemand wirklich „unverzüglich“ ein neues Dokument braucht und dies im Bürgeramt „glaubhaft darlegen“ kann, wird ein vorläufiger Personalausweis sofort ausgestellt und zugleich ein endgültiger beantragt. Gleiches gilt für den Reisepass, allerdings akzeptieren nicht alle Länder das vorläufige Dokument. Früher, berichtet der Stadtsprecher, habe es einen amtlichen Notdienst für Ausweisangelegenheiten gegeben, „aber angesichts der wenigen Fälle hat es sich nicht gelohnt. In begründeten Notfällen“, so Wiebels weiter, „helfen wir aber auch außerhalb der Öffnungszeiten.“ Was voraussetzt, dass man einen der zuständigen Mitarbeiter erreicht.

Da das Bürgeramt personell ohnehin sehr knapp besetzt ist, sollte man, wenn möglich, einen Termin vereinbaren. Ein neuer Personalausweis kostet übrigens 28 Euro, der Reisepass 59 Euros, Extras gegen Aufpreis.