Auschwitz-Befreiung und Hartz IV: Gedenken in der Wolfsburg

Zum 10. Jahrestag der Hartz-IV-Reform findet am Dienstag, 13. Januar, von 15 bis 20 Uhr eine Veranstaltung in der Wolfsburg statt, an der NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider, der Direktor des Instituts der Dt. Wirtschaft, Professor Dr. Michael Hüther, die Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit NRW, Christiane Schönefeld, Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck u.a. mitwirken.

Angedacht ist eine Bilanz der größten Arbeitsmarktreform in der Geschichte Deutschlands. Auch vor diesem Hintergrund: Studien zeigten, dass vor allem im Ruhrgebiet Menschen häufiger und länger auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind als anderswo.

Am 27. Januar jährt sich zum 70. Mal die Befreiung der Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald. Dieser Befreiung gedenkt die Wolfsburg ab 18.30 Uhr mit einer besonderen Veranstaltung: Die Zeitzeugin, Sr. Johanna Eichmann OSU, Tochter einer jüdischen Mutter und eines christlichen Vaters, in der Nazizeit als „Halbjüdin“ drangsaliert, gedemütigt und der Deportation nur knapp entgangen, erinnert sich an ihr Leben. Am Anfang des Buches mit den Lebenserinnerungen der ehemaligen Oberin der Ursulinen heißt es: „Wir sind die Letzten. Fragt uns aus. Wir sind zuständig.“

Coline Hardelauf wird an diesem Abend mit Pascal Schweren Lieder von Häftlingen aus Auschwitz und Buchenwald präsentieren.