Ausbildung in Theorie und Praxis

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Die Contilia Akademie am St. Marien Hospital nimmt jedes Jahr 25 neue Pflegeschülerinnen und -schüler auf, die die dreijährige Ausbildung zum/zur „Gesundheits- und Krankenpfleger/in“ (wie Schwestern und Pfleger seit 2004 offiziell heißen) absolvieren. Die Ausbildungsvergütungen liegen, je nach Ausbildungsjahr, zwischen ca. 900 und 1200 Euro brutto. Derzeit laufen die Bewerbungsgespräche für das neue Ausbildungsjahr, das am 1. Oktober 2015 beginnt.

„Wir laden 100 Bewerber ein, und sprechen mit jedem, mit jeder persönlich“, erklärt Jürgen Ohms, der Leiter der Contilia Akademie, der gerne mehr Schüler aufnehmen würde, weil er, wie er betont, bei den Bewerbungsgesprächen so viele geeignete junge Leute kennenlernt.

In jedem Jahrgang der dreijährigen Ausbildung in Theorie und Praxis sind maximal 25 Schülerinnen und Schüler, die nicht allein für den pflegerischen Nachwuchs der Contilia-Häuser in Mülheim und Essen ausgebildet werden. Unter den 75 Auszubildenden sind zwölf Männer. Fachoberschulreife oder Fachabitur sind die schulischen Voraussetzungen für die Ausbildung, es sind aber auch in jedem Jahrgang einige Abiturienten dabei.

„Heute ist Pflege keine Einbahnstraße mehr“, beschreibt Akademieleiter Jürgen Ohms die Chancen, die der Beruf bietet. „Es gibt viele Möglichkeiten, nach der Ausbildung weiterzumachen.“ Das gilt nicht nur für jene, die ein Medizinstudium dranhängen, obwohl sich einige dafür entscheiden, was Schulleiter Ohms in der Krankenhaus-Praxis sehr schätzt. „Ärzte, die zuvor eine Pflegeausbildung gemacht haben, haben einen ganz anderen Umgang mit den Patienten“, hat er beobachtet.