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Bürgerforen

Aus der Not geboren

25.02.2010 | 18:21 Uhr
Aus der Not geboren

Inhalt des gewichtigen Sparpaketes, Bau der neuen Hochschule — zu zwei aktuellen Themen, die die Menschen in Mülheim bewegen, stehen in der kommenden Woche gleich mehrere Bürgerforen an.

Rund 61 Mio Euro will der Kämmerer bekanntlich einsparen. Solch einen Einschnitt gab es bisher noch nicht in Mülheim, aus diesem Grund stellt sich der Verwaltungsvorstand nun auch erstmals einer besonderen Form öffentlicher Diskussion: „Haushaltsforen“ heißt die Reihe, die am heutigen Freitag um 18.30 Uhr im Schulzentrum Broich beginnt.

Bei der Auftaktveranstaltung sind es noch geladene Gäste, Interessenvertreter, die sich mit den geplanten Maßnahmen befassen. Es folgen jedoch gleich drei Termine für die breite Öffentlichkeit, an denen jede(r) ohne Anmeldung teilnehmen kann: am Montag, 1. März, in der Realschule Stadtmitte (Oberstr. 92-94); am Mittwoch, 3. März, in der Gustav-Heinemann-Schule (Boverstr. 150) und am Freitag, 5. März, im Schulzentrum Broich. Jeweils in der Aula, immer ab 18 Uhr.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld wird an jedem dieser Foren teilnehmen, ebenso Kämmerer Uwe Bonan. Er übernimmt im wesentlichen die Aufgabe, ein „Erklärstück“ abzuliefern, wie Stadtsprecher Volker Wiebels erläutert: „Was ist der städtische Haushalt überhaupt? Wie sind wir in diese Situation geraten?“ Auch: Welche Konsequenzen ziehen die Sparvorhaben nach sich.

Sämtliche sechs Dezernenten und alle Amtsleiter haben sich angekündigt, um — nach Art eines „Marktplatzes“ — an ihrem jeweiligen Stand das Fachgebiet mitsamt Einspar-, und Einnahmemöglichkeiten näher zu beleuchten. Dabei soll das Gespräch nicht einseitig bleiben: Die Stadtoberen wollen auch Meinungen einholen und den Bürgern, so Wiebels, „ermöglichen, das Sparpaket zu bewerten“.

Derart aufwändige Bürgerforen sind in Mülheim etwas Neues. Die Idee sei „angesichts der besonderen Situation“ entwickelt worden, erklärt Wiebels. Anders gesagt: aus der Not geboren

Interessierte Bürger sind in der nächsten Woche jeden Abend gefragt, denn ab dem 1. März soll auch die Hochschule Ruhr West (HRW) unter aller Augen Gestalt annehmen. Es beginnt der Wettbewerb um die beste städtebauliche Gestaltung des Campusgeländes an der Duisburger Straße: Anordnung der Fakultäten, Erschließung des Grundstücks, Anknüpfung an das Fuß- und Radwegenetz.

Zur „Entwurfswerkstatt“ sind nicht nur Fachleute (drei Teams aus Architekten und Landschaftsplanern) eingeladen, sondern ausdrücklich auch „die Mülheimer Nachbarschaft“ An zwei Abenden, jeweils um 18 Uhr, finden Foren in der Stadthalle statt: am Dienstag, 2. März, werden erste Ideen präsentiert und öffentlich diskutiert, am Donnerstag, 4. März, die Werkstatt-Ergebnisse. Das Preisgericht, dem die Entscheidung obliegt, tagt am 5. März jedoch hinter verschlossenen Türen.

Erst um 14.30 Uhr wird in der Stadthalle der Siegerentwurf verkündet. Wie die einzelnen Gebäude der HRW aussehen, ergibt sich später im Verlauf eines internationalen Architektenwettbewerbs.

Annette Lehmann

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Kommentare
26.02.2010
18:55
Aus der Not geboren
von Seltsames MH | #7

@ #6 kommt zeit kommt rat

Sie wollen sie alle persönlich haften lassen?
Das passt ja überhaupt nicht in die Landschaft, in der die Banker selbst dann die sog. Boni bekommen, wenn sie ihre Bank an die Wand gefahren haben. Und soweit ist es ja in Mülheim noch lange nicht.

26.02.2010
16:45
Aus der Not geboren
von kommt zeit kommt rat | #6

und wieso muss bis 2014 alles eingespart werden???wieso sagt man nicht einsparen bis 2018 !!auch beim regierungswechsel.....das heißt ein kontenuierliches einsparen!!!gemäßigt aber zielgenau. und dann unter den augen der düsseldorfer sparkommission.ohne wenn und aber.es wird erst auf teufel komm raus geld hinaus geschmissen und dann warnungen ignoriert!!!denn die spd ,die ja auch die kluge oberbürgermeisterin stellt...hätte das bis jetzt mit ihrer zweiten amtszeit hinbekommen können!!!

man müßte sie alle persönlich haften lassen...und zwar mit eignem geld

26.02.2010
09:59
Aus der Not geboren
von Usurpator | #5

Falls es noch keiner bemerkt hat, die Sparliste IST das NOTOPFER RUHRBANIA.

Nichts von diesem Millionengrab wird von der Stadtspitze auf die Streichliste gesetzt, starrsinnig hält man an allem fest. Jahrzehntelange Leerstände der teuer zuerrichtenden Immobilien und hässliche Brachflächen werden billigend in Kauf genommen. Wann schreitet der Sparkommissar aus Düsseldorf endlich ein und macht diesem Treiben ein Ende.

26.02.2010
06:11
Aus der Not geboren
von Seltsames MH | #4

Was solls? Die Bürgerforen kosten ja nun wirklich nicht viel Geld. Die paar Euros kann man hinterher gleich mit einsparen.

Im übrigen bin ich weiterhin für ein von allen Bürgern (vgl. Kopfgeld) zu zahlendes NOTOPFER RUHRBANIA - wie damals das NOTOPFER BERLIN.

25.02.2010
23:56
Aus der Not geboren
von kicherndüberdenbodenroll | #3

Komisch, das mit dem Sparen - hatte ich immer anders verstanden. Meine Oma sagte Spare in der Zeit... - kennt vielleicht noch jemand von den älteren? Das, was uns da präsentiert wird (und das mit den Beratungen halte ich für einen schlechten Trick), ist nicht sparen, sondern Wegelagerei.
Ich wäre sehr neugierig auf die Vorschläge aus der Unternehmerschaft gewesen, aber die werden wahrscheinlich für unsozial gehalten.

25.02.2010
23:26
Aus der Not geboren
von geniculatum | #2

Sparliste..... das ich nicht lache das ist eine Abgaben und Steuererhöhungsliste.. und schon wieder ist Herr Bonan etc von der Wahrheit weit entfernt

25.02.2010
18:14
Aus der Not geboren
von kommt zeit kommt rat | #1

Gibt es auch kaffee und kuchen dazu oder kann ich mir pommes currywurst rot weiss mitbringen?

wenn ja ,dann bin ich dabei...kann ja nie schaden.sich sowas real mal näher bringen zu lassen.

ich glaube eh am besten,jeder sollte erstmal bei sich anfangen zu sparen.....

dann kann man auf andere zeigen

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