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WELT-AIDS-TAG

Aufklärung und Betreuung tut mehr denn je Not

26.11.2007 | 13:48 Uhr

Vom 28. November bis zum 1. Dezember wird das Forum, jeweils zwischen 10 und 19 Uhr zu einer Infomeile rund um das Thema AIDS.

Vorbeugende Aufklärung, Beratung und Betreuung tun beim Thema AIDS mehr denn je Not. Darauf weisen Gesundheitsamt, AIDS-Hilfe, der Sozialverein für Schwule und Lesben sowie die Mülheimer Schwangerschaftskonfliktrberatungsstellen hin. Gerade bei vielen Jugendlichen sei der Irrglaube verbreitet, AIDS könne inzwischen durch Medikamente geheilt werden und sei deshalb nicht mehr tödlich. AIDS-Hilfe und schwul-lesbischer Sozialverein forderten die Stadt auf mehr Geld für Betreuungs- und Beratungspersonal bereitzustellen. Die Geschäftsführerin der auch für Mülheim zuständigen AIDS-Hilfe Oberhausen, Regina Noesges, wies darauf hin, dass die soziale Betreuung von HIV-Patienten derzeit rein ehrenamtlich geleistet werden müsse. Der Geschäftsführer des Sozialvereins für Lesben und Schwule forderte die Stadt auf, dafür Sorge zu tragen, dass jeder Schüler in Mülheim an einer mehrstündigen Aufklärungsveranstaltung zum Thema AIDS teilnehmen könne. Während es in Oberhausen drei hauptamtliche Mitarbeiter gebe, die sich mit dem Thema AIDS beschäftigten, sei der Mülheimer AIDS-Koordinator Hans-Jürgen Schmidt in Mülheim Einzelkämpfer. Im Rahmen der Informationsveranstaltung wird im Forum mit dem Verkauf von AIDS-Schleifen und kleinen Teddys nicht nur um Spenden für die Beratungs- und Betreuungsarbeit der AIDS-Helfer und Aufklärer gebeten. Schüler der Hauptschule Bruchstraße werden, ergänzend zu den Infoständen, das Thema AIDS in einem Theaterstück und in einer Gesangsvorführung aufgreifen. Außerdem sammeln sie zusammen mit dem Kinderhilfswerk Unicef Unterschriften, die der Bundesregierung übergeben werden sollen. Ziel der Aktion: Die Bundesregierung soll mehr Geld für die AIDS-Aufklärung und die damit verbundene Kinderhilfe in Afrika bereitstellen. Außerdem wird an die Pharmaindustrie appelliert, bezahlbare HIV-Medikamente, insbesondere auch für die davon betroffenen Kinder in Afrika, zu entwickeln.

THOMAS EMONS


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