Auf der Suche nach guten Konzepten

In der Gastro-Szene entstehen immer wieder neue Berufsprofile. Und solche Jobs sind, auch wenn sie nicht hinter dem Zapfhahn oder im Servicebereich angesiedelt sind, nicht weniger wichtig. So ist es auch im Fall von Markus Koch. Denn das, was der 47-Jährige macht, gibt es in dieser Form noch nicht so oft. „Vielleicht nur an vier oder fünf weiteren Orten in Deutschland“, wie er selbst sagt. Koch hilft Eigentümern dabei, geeignete Pächter für leerstehende Lokale zu finden. Er versteht sich aber nicht als bloßer Makler. Er sieht seine Beratertätigkeit umfassender. Er begreift sich als Vermittler und hilft den Eigentümern, Pächter mit Ideen zu finden.

Solide Planung

„Ein Gastwirt muss heute auch Unternehmer sein“ , sagt Koch. Unternehmerische Qualitäten zeigen sich für ihn darin, eine langfristige Geschäftsstrategie zu haben, die auf ein klares Profil für den jeweiligen Betrieb abzielt. „Es gibt zwar noch einige der klassischen Eckkneipen. Aber das reicht heute nicht mehr. Die Gäste erwarten etwas Besonderes.“ Koch hilft seinen Kunden dabei, Pächter zu finden, die das Potenzial haben, ein solch besonderes Angebot zu entwickeln. Er schaut sich die Konzepte der Gastronomen an. Wichtig sei dabei, dass auch die finanzielle Planung solide sei.

Markus Koch kann auf jahrelange Erfahrungen zurückblicken. Er kennt sich in der Mülheimer Gastro-Szene aus. Lange Zeit führte er den Familienbetrieb, einen Getränke-Großhandel. Und auch die „Palette“, die Kneipe am Kunstmuseum, hat er bewirtschaftet. Vermittlungsfolge in Mülheim hatte er schon an verschiedenen Standorten - in diesem Fall mit eigenen Immobilien. Am Landgasthof am Mühlenbach hat jetzt das Restaurant Liebling eröffnet. Und an der Kölner Straße, wo lange Jahre schottische Küche á la Bannisters` geboten wurde, ist jetzt ein türkisches Restaurant eingezogen: Park Trüffel.

Markus Koch beschränkt sich in seiner Tätigkeit aber nicht allein auf Mülheim. Er ist in der ganzen Region aktiv. Aus dieser Perspektive lässt sich auch leichter sagen, was an der Gastro-Szene in Mülheim charakteristisch ist.

„Vor Ort geht eher das ältere Publikum aus. Die Jüngeren fahren, wenn sie weggehen wollen, in die anderen Städte. Das ist nun einmal so.“ Koch erkennt darin aber kein Manko. Das Angebot müsse nur eben passend für diese Klientel zugeschnitten werden. Hier herrsche ein besonderes Qualitätsbewusstsein. Zumal ja auch dieses Publikum durchaus zahlungskräftig sei. Auch hier, so macht Markus Koch klar, seien kreative Konzepte gefragt.