Auf der Suche nach Antworten

Speldorf..  Beharrliches, kräftiges Fragen, das Verstehen anderer Positionen, die andere Seite mitdenken – für die katholische Akademie „Die Wolfsburg“ ist das der Weg zu Antworten. „Die Antwort nicht gleich kennen, aber durch Fragen in sie hineinwachsen“, nennt Akademie-Direktor Dr. Michael Schlagheck als Weg, den die Einrichtung in Speldorf seit vielen Jahren beschreitet, um den großen Zeitfragen näher zu kommen.

Auf die Suche begeben sich immer mehr Menschen. Fast 30 000 Gäste zählte die Bildungsakademie im vergangenen Jahr, 2000 mehr als im Vorjahr. Über 200 eigene Akademieprojekte wurden durchgeführt. Für das laufende Jahr startet „Die Wolfsburg“ neue Projekte, darunter eine Tagungsreihe mit dem Initiativkreis Ruhr zur „Zukunftsstrategie Ruhrgebiet“.

Seit vielen Jahren stehen mit der Migration verbundene Fragen im Mittelpunkt der Akademiearbeit. „Die in diesem Zusammenhang profilierte interreligiöse Arbeit ist uns angesichts der derzeitigen Debatten besonders wichtig“, sagt Schlagheck. Mit dem Bischof werden die Dialoge fortgesetzt, dabei geht es um Familienwirklichkeiten. Stark nachgefragt ist das Projekt zur christlichen Identität katholischer Krankenhäuser, bei dem „Die Wolfsburg“ Antworten finden will zur Frage: Was muss ein Krankenhaus im 21. Jahrhundert sein – außer Medizinbetrieb?