ASF fordert gleiches Gehalt für Frauen

Der Equal Pay Day, der jährlich Ende März Anlass für Aktionen ist, markiert den Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus länger arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu kommen. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) nutzt ihn, um Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern deutlich zu machen.

Durchschnittlich verdienen laut ASF Frauen 22 Prozent weniger als als Männer. Damit gehöre Deutschland in Bezug auf Ungleichheit bei der Bezahlung mit zu den führenden EU-Staaten. Die Forderung nach gerechter, geschlechterunabhängiger Entlohnung sei daher aktuell, findet ASF-Vorsitzende Andrea Schindler und nennt Beispiele: „1648 Euro verdient im Durchschnitt eine Köchin, ein Koch hingegen 2090 Euro. In der Pflege sieht es ähnlich aus: Knapp 300 Euro weniger haben Frauen hier in der Tasche als Männer.“ Familienplanung und Mutterrolle führten, so stellv. ASF-Vorsitzende Ulrike Krieger, Frauen oft in eine „finanzielle Teilzeit-Falle, aus der sie so schnell nicht wieder herauskommen“. Die ASF sieht in der Einführung des Mindestlohns „einen Meilenstein in der Bekämpfung der ungleichen Bezahlung, denn von ihm profitieren überwiegend Frauen“.